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International Frontex will nicht gegen Schlepperbanden vorgehen

Die EU-Grenzschutzbehörde schliesst eine Beteiligung an geplanten Militäreinsätzen im Mittelmeer kategorisch aus. Seine Mission müsse sich auf das Suchen und Retten von Menschen beschränken, stellt Frontex-Chef Fabrice Leggeri heute klar.

Isländische Frontex-Einsatzkräfte mit gelben Helmen auf einem Boot.
Legende: Frontex-Chef zum Militäreinsatz: «Das ist unmöglich. Das ist nicht unsere Aufgabe.» Keystone

Angesichts des Flüchtlingsdramas im Mittelmeer beschloss die EU vor einigen Wochen Militäreinsätze gegen Schlepperbanden. Dafür versucht sie nun ein UNO-Mandat zu bekommen. Auf Unterstützung durch die im Mittelmeer bereits aktive Grenzschutz-Agentur Frontex muss die Europäische Union nun aber bei Militäreinsätzen voraussichtlich verzichten.

Legende: Video Der Flüchtlinsstrom reisst nicht ab abspielen. Laufzeit 00:52 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 09.06.2015.

Dies sagte Frontex-Chef Fabrice Leggeri im ZDF-Morgenmagazin: «Ich habe den künftigen Kommandanten dieser Mission getroffen und habe ihm gesagt, dass wir uns koordinieren können. Aber Frontex darf und kann sich nicht an einem militärischen Einsatz beteiligen».

Frontex sei eine zivile Agentur, deren Mandat die Grenzüberwachung sei. «Aber Grenzüberwachung heisst: die Menschen suchen und retten.»

Zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer hatte Frontex die sogenannte Triton-Mission vor rund zwei Wochen verstärkt. Unter anderem sollen das Einsatzgebiet vergrössert sowie zusätzliche Schiffe und Flugzeuge eingesetzt werden.

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Klar will die Frontex nicht gegen Schlepperbanden vorgehen. Das Ziel der EU ist es ja, über die kommenden Jahrzehnte 50 Mio. Afrikaner als zukünftige "Rentenzahler" in Europa anzusiedeln express.co.uk/news/uk/65628/Secret-plot-to-let-50million-African-workers-into-EU. Legal wird die EU so etwas niemals durchbringen, aber gegen die Flut von Illegalen kann man sich dumm und hilflos stellen. Da geht man doch nicht via Frontex auf die Schlepper los, die einem das gewollte Menschenmaterial anliefern.
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  • Kommentar von P.Meier, Zürich
    Wenn die Politiker so weiter machen, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir hier Rassenunruhen wie in den USA haben. Weil die Afrikaner haben mangels Bildung nur wenig Chancen auf dem freien Arbeitsmarkt, so leben in der Schwez 90% der Eritreer langfristig von Sozialhilfe. Bal einmal werden die Schwarzen hier auf die Strassen gehen und es kommt zu Rassenunruhen wie in den USA.
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  • Kommentar von Peter Fink, Nesslau
    Leute, das alles ist erst der Anfang. Ihr werdet noch staunen....
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