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G7-Gipfel: Eine Milliarde Impfdosen für ärmere Länder
Aus Tagesschau vom 11.06.2021.
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G7-Gipfel in Cornwall Coronakrise, Klimawandel – und ein Zeichen der First Lady

Auf der Traktandenliste des G7-Gipfels in Cornwall stehen die Beendigung der Corona-Pandemie und der Klimawandel ganz oben.

Die Stimmung ist vom ersten Moment an aufgeräumt, dies trotz des wolkenverhangenen Himmels beim Strandspaziergang von US-Präsident Joe Biden, dem britischen Premierminister Boris Johnson und ihren Gattinnen. «Die Gespräche waren sehr gut», liess Johnson anschliessend verlauten.

Biden und Johnson am Strand
Legende: Die Staats- und Regierungschefs der sieben grössten westlichen Wirtschaftsmächte treffen sich erstmals seit Ausbruch der Coronakrise wieder physisch. Keystone

Er spüre viel «Frischluft», sagte Johnson. Biden freute sich über seine erste Auslandsreise als Präsident und machte klar: Die USA wollen ihre Allianzen reparieren und sich wieder in der Welt engagieren. Er wünsche sich auf dem G7-Gipfel einen Schulterschluss der USA mit den anderen westlichen Mächten gegenüber China, Russland und anderen autokratisch regierten Ländern.

Wunsch nach Ausnahmen bei Mindeststeuer

Das Vorhaben dürfte das Treffen prägen. Daneben geht es in Cornwall aber auch um ganz konkrete Sachthemen. Etwa darum, trotz der Corona-Pandemie den Kampf gegen den Klimawandel neu zu beleben und mit konkreten Inhalten zu füllen – auch im Hinblick auf den wichtigen UNO-Klimagipfel später im Jahr in Glasgow. Es geht auch um die Mindeststeuern für Grosskonzerne, auf die sich die Finanzminister der G7-Länder geeinigt haben.

Dort ertönen nun, vor dem Gipfel, auf einmal Rufe nach Ausnahmen. Und dann ist den G7-Ländern ebenfalls klar, dass sie erheblich mehr tun müssen, um auch den armen Staaten aus der Coronakrise zu helfen. Bisher wurde viel versprochen, doch viel zu wenig getan. Am Nachmittag dominiert das Thema «Corona-Ende für die ganze Welt» die Agenda des Treffens. Er habe einen Plan für eine G7-Initiative, meinte Biden vorab, und werde ihn vorstellen.

Impfziel soll mit Spenden erreicht werden

Die USA selber versprechen, 500 Millionen Impfdosen abzutreten. Die Briten, die ebenfalls viel gehortet haben, wollen 100 Millionen Dosen beisteuern. Und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will das Ziel durchsetzen, dass bis Ende April 2022 60 Prozent der Bevölkerung Afrikas geimpft sind.

Vier Jahre lang seien die USA unter Donald Trump in der internationalen Zusammenarbeit auf Tauchstation gegangen. Jetzt seien sie wieder da und man könne wieder gemeinsam etwas erreichen, sagte Macron.

Die Auftakteinigkeit im Grundsätzlichen wird aber im Verlauf der Diskussionen Belastungsproben aushalten müssen, wenn es ums Konkrete geht, also ums Eingemachte. Denn da sehen längst nicht alle alles gleich. Konsensfähig dürfte immerhin der Schriftzug auf der Jacke von First Lady Jill Biden beim Strandspaziergang sein. Darauf stand nämlich einfach nur in grossen Lettern «Love».

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Regler nach links verschiebenRegler nach rechts verschieben
Legende:Zwei First Ladys, zwei Jacken, zwei MessagesEin Seitenhieb gegen Melania Trump? Sie trug einst eine Jacke, auf der stand: «I really don't care, do u?» (Ist mir egal, dir?)Keystone

Rendez-vous, 11.06.2021, 12:30 Uhr

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Enrico Dandolo  (Doge)
    Es ist gut, wenn die westlichen Länder ihre Zusammenarbeit wieder verstärken, denn zu viele Nationen gleiten zusehends in einen gefährlichen Autoritarismus ab. Ein starker Gegenpol ist da unabdinglich, sonst macht das Schule. Hoffentlich erliegt der Westen nicht der Versuchung, aus kurzfristigen monetären Interesssen heraus seine Werte vollends über Bord zu werfen.
  • Kommentar von Florian Bischoff  (f.bischoff)
    Mit Russland zusammenarbeiten? Aber nicht im Ernst! An so vielen Schauplätzen herrscht bei der einfachen Bevölkerung so viel Leid. Syrien, Burma, Weissrussland um nur einige zu nennen, wäre nie möglich ohne die schützende Hand putins , und jetzt das Verbot jeder anderen Meinung als die vom Zaren. Mit so einem System darf man nicht zusammenarbeiten
    1. Antwort von Martin Weiss  (Walliser1815)
      Ach, und mit den USA, welche seit Jahrzenten überall Brände legt (Irak, Afghanistan, Iran, Syrien, Lybien, Ägypten usw...) und ganze Regionen ins Chaos stürzt, soll man zusammenarbeiten?

      Und nur weil alle gegen Russland hetzen muss dem in Wahrheit nicht umbedingt so sein. Sich eine differenzierte Meinung machen scheint nicht meht en vogue zu sein heutzutage, hauptsache alles nachplappern was in den Leitmedien erzählt wird..
  • Kommentar von David Steiner  (MLE)
    Meines Erachtens müsste Europa für eine sichere und prosperierende Zukunft mit anstatt gegen Russland arbeiten. Dass die USA Angst haben, bei einem solchen Schulterschluss aussen vor zu stehen und deshalb einen Keil zwischen uns treiben, ist klar. Aber Europa sollte sich emanzipieren. Europäisches Kapital und KnowHow, gepaart mit dem russischen Ressourcenreichtum wäre unschlagbar. Auch kulturell sind wir verbandelt und es ist die einzige Chance, gegen künftige chines. Vorherrschaft zu bestehen.
    1. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      Genau, Ressourcenreichtum ist das einzige was Russland zu bieten hat. Und das schadet der Umwelt und dem Klima, sobald man es nutzt!
    2. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      David Steiner, weiss leider nicht, was und Russland mehr bringen kann, als die USA. Russland ist aus meiner Sicht ausser beim Resourcenreichtum in nichts besonders gut.
    3. Antwort von Edwin Schaltegger  (Edwin Schaltegger)
      Eine enge Zusammenarbeit wäre gut, wenn in Russland wirklich ein demokratisches Regierungssystem etabliert wäre. Unter Putin gleitet Russland immer mehr in ein totalitäres System ab. Oppositionelle und Regierungskritiker werden weggesperrt oder vergiftet.
      Die USA verfügt über ein demokratisches System, ist wirtschaftlich ein lukrativer Handelspartner und hat uns notabene auch vor einer Nazi Herrschaft gerettet..
    4. Antwort von Enrico Dandolo  (Doge)
      @Schaltenegger: das mit der Naziherrschaft könnte Russland ebenso für sich in Anspruch nehmen (trotz Folgen in Osteuropa). Im Übrigen bin ich vollkomen mit Ihnen einig. Allerdings sollte man die Türen nicht ganz zuknallen.