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International Gaza: Hamas Militärchef überlebt Luftangriff

Die israelische Luftwaffe hat im Gazastreifen erneut einen Angriff zur gezielten Tötung von Kommandanten der islamistischen Hamas geflogen. Der Militärchef wurde gestern verfehlt, heute kamen drei Top-Kommandeure ums Leben.

Legende: Video Wieder heftige Angriffe auf den Gaza-Streifen abspielen. Laufzeit 01:28 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 21.08.2014.

Die israelische Luftwaffe hat gestern und heute erneut Angriffe im Gazastreifen geflogen. Dabei versuchte sie auch Mohammed Deif, den Militärchef der Hamas, gezielt zu töten. Nach Angaben der radikal-islamischen Hamas hat er den Angriff auf sein Haus überlebt. Er habe sich zum Zeitpunkt des Bombardements an einem anderen Ort aufgehalten. Seine Frau und sein sieben Monate alter Sohn seien jedoch umgekommen.

Deif, der laut Hamas seit den 90er Jahren der Militärchef der Organisation ist, wurde in den vergangenen Jahren bei mehreren Angriffen verletzt. Die meiste Zeit verbringt er vermutlich in unterirdischen Verstecken.

Drei Top-Kommandeure getötet

Insgesamt hat die israelische Luftwaffe in der Nacht auf Donnerstag 20 Ziele im Gazastreifen bombardiert. Dabei wurden drei Top-Kommandeure der Hamas getötet. Gemäss Israel handelte es sich um die ranghöchsten Kämpfer der radikal-islamischen Miliz, die seit Beginn des Gaza-Kriegs geötet worden sind. Unter den Getöteten ist auch Raed al-Atar, einer der Entführer des israelischen Soldaten Gilad Schalit.
Rettungskräfte berichteten, bei der Attackeauf die Hamas-Führer kurz vor Tagesanbruch seien mindestens vier weitere Palästinenser getötet worden. Nach Angaben von Augenzeugen wurde das Gebäude durch den heftigen Beschuss vollständig zerstört.

Auch Palästinenser schiessen wieder

Die militanten Palästinenser feuerten nur eine Rakete auf Israel. Das Geschoss sei über der Stadt Ofakim von der Raketenabwehr abgefangen worden, sagte die Sprecherin. Am Mittwoch seien insgesamt 175 Raketen auf Israel abgefeuert worden. Nach Medienberichten war dies die höchste Zahl an einem Tag seit Beginn des Konflikts am 8. Juli.

UNO fordert neue Verhandlungen

Der UNO-Sicherheitsrat in New York hat die Konfliktparteien im Nahen Osten aufgerufen, dringend Verhandlungen über eine erneute und langanhaltende Waffenruhe aufzunehmen. Der Rat zeigte sich tief besorgt über die am
Dienstag wieder aufgeflammten Kämpfe.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von F.Riedo, Bern
    Golda Meir hatte Recht. Wenn die Araber ihre Waffen niederlegen, dann gibt es morgen Frieden. Wenn die Israeli die Waffen niederlegen gibt es morgen kein Israel mehr. Wieviele tausende Tote muss es noch geben, bis die gesamte Weltbevölkerung erkennt, das Terror und Tod in der heutigen Welt vom Islam und ihren Kräften (IS, Al Kaija, Hamas, Loko Haram, etc..). Die Welt wäre friedlicher ohne Islamisten und Fanatiker aller Weltreligionen. Vielleicht war der Kommunismus doch nicht so schlecht?
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    1. Antwort von Björn Christen, Bern
      Das Problem im Islam ist, dass der Tod für Moslems keine Abschreckung ist, sondern Ansporn auf dem schnellsten Weg ins Paradies zu kommen (als Märtyer zu sterben, ist gemäss islamischer Ideologie die einzige Garantie, dass dies auch passiert). Es ist kein Wunder, dass Hamas-Führer wie Haniyeh bei ihren Hetzreden gegen Israel immer wieder betonen: "Wir lieben den Tod so wie ihr das Leben liebt." - Das irdische Leben hat im Islam keinen grossen Stellenwert; alles ist auf das Paradies ausgerichtet.
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    2. Antwort von Otto Würz, Winterthur
      Wenn die Araber ihre Waffen niederlegen, gibt es vielleicht Frieden, aber es gibt keinen gerechten Frieden. Israel hat sich seit seiner Gründung noch nie um eine faire Lösung bemüht und schert sich auch nicht um UN-Resolutionen oder das Völkerrecht.
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    3. Antwort von S. Bolliger, Kirchleerau
      @Würz: Mehr Gerechtigkeit als von den Israelis erfahren die Palästinenser von ihrer Hamas ganz bestimmt nicht - und für Israelis sind Menschenleben wertvoll, für Hamaskämpfer nicht.
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  • Kommentar von Karl Suter, Kirchberg
    Solange die Hamas, die totale Zerstörung Israel als Ziel vor Augen haben, wird es keinen Frieden geben. Zudem muss man bedenken, dass Israel das auserwählte Volk Gottes war, aus dem der Sohn Gottes, Jesus Christus hervorging. Die dann zu maligen Verantwortlichen von Israel haben ihn verworfen und gekreuzigt. Israel wird erst Frieden bekommen, wenn sie zum Glauben an Jesus Christus gelangen und ihn als den verheissenen Erlöser anerkennen. Im alten und neuen Testament kann man es nachlesen.
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  • Kommentar von andreas meier, winterthur
    Israel macht das einzig Richtige gegen diese Terrororganisation. Mit Terroristen kann man nicht verhandeln: Weil da ist nur Gemeinheit,Menschenverachtung und null demokratisches Verständnis vorhanden. Eigentlich nur Hass.Vielleicht hassen sich diese Art von Menschen sogar selber. Und dies im Namen Gottes. Was für ein Gottesbild?
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