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International Geberkonferenz spricht Milliardenhilfen für Syrien-Flüchtlinge

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat bei der dritten Geberkonferenz in Kuwait die Weltgemeinschaft zur Hilfe für notleidende Syrer aufgerufen. Insgesamt wurden umgerechnet 3,7 Milliarden Franken versprochen. Nötig wären laut UNHCR 8 Milliarden.

Seit Beginn des Konflikts in Syrien sind laut EU-Angaben in der Region mehr als 11 Millionen Menschen auf der Flucht. Der zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides spricht von der «grössten humanitären Tragödie seit dem Zweiten Weltkrieg». Auf rund 8 Milliarden Franken beziffert das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR den Bedarf an Hilfsgeldern.

Moon vor mehreren Landesfahnen an einem Tisch sitzend
Legende: «Die Syrer fragen nicht nach Mitleid, sondern nach Unterstützung»: UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon in Kuwait. Reuters

An einer Geberkonferenz in Kuwait haben sich deshalb die Vertreter von über 70 Staaten zu einer Geberkonferenz getroffen. Insgesamt wurden dabei umgerechnet rund 3,7 Milliarden Franken gesprochen. Dies sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon. Aus der EU kommen 1,2 Milliarden. Umgerechnet je knapp eine halbe Milliarde Franken versprachen Kuwait und die USA.

Die Schweiz sagte die bereits Anfang März vom Bundesrat beschlossene Aufstockung ihrer Hilfsgelder von 30 auf 50 Millionen Franken zu. Sie wird in Kuwait vom Delegierten des Bundesrates für Humanitäre Hilfe, Manuel Bessler, vertreten.

Zugang für IKRK hat sich verbessert

Zweiter hochrangiger Schweizer in Kuwait ist IKRK-Präsident Peter Maurer. Er warb für mehr Unterstützung für die Arbeit der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Da die Krise in Syrien bereits seit fünf Jahren andauere, sei es schwierig, hoffnungsvoll zu sein, sagte Maurer. Es handle sich um eine regionale Krise bisher nie gekannten Ausmasses.

Dennoch gebe es auch Momente der Hoffnung. Noch vor einem Jahr sei das grösste Problem für das IKRK gewesen, überhaupt Zugang zur notleidenden Bevölkerung zu erhalten. In diesem Punkt habe es Fortschritte gegeben. Mit der Hilfe der internationalen Gemeinschaft könne das Rote Kreuz seine Anstrengungen zur Linderung der Krise in Syrien und der Region verdoppeln, sagte Maurer.

Hilfszusagen werden nicht immer eingehalten

Das Treffen in Kuwait ist bereits die dritte Geberkonferenz für Syrien. Bei den beiden vorherigen Konferenzen waren der notleidenden syrischen Bevölkerung von der internationalen Gemeinschaft 1,6 Milliarden beziehungsweise 2,5 Milliarden Franken zugesichert worden. Nach UNO-Angaben wurden die Zusagen jedoch teilweise nicht eingehalten.

2 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe, Gwatt
    Soll jeder dieser Staaten Flüchtlinge je nach ihrer Stammes-Zugehörigkeit aufnehmen. So werden nicht wieder in einem Gebiet Menschen aufgenommen, die sich später wieder bekämpfen werden. Suniten und Schiiten müssen irgendwie getrennt werden, sonst geht der Kampf immer weiter, das sollte doch jedem Kind klar sein. Die Multi-Kulti Bewegung war ein berechtigter Versuch, sie wird aber nie funktionieren.
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Assad ist nur noch ein Schatten seiner selbst und ein Hohn für die Erbschaft seines Vaters. Seine Politik hat das Land zerstört, in dem er es zum Spielball ausländischer Mächte gemacht hat. Er und seine Anhänger sind nur eine Spielpuppe von Teherans Gnaden. Da helfen auch Hohelieder für diesen Mörder nichts mehr. Assads letzte Hoffnung ist der Erzfeind USA, der ihm neues Leben einflössen soll, mittels einer terroristischen Bedrohung, die er, Assad, hat aufbauen lassen mit genau diesem Ziel.
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