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International Gefahr durch IS führt zu ungewöhnlichen Kooperationen

Durch die Bedrohung des gemeinsamen Feindes «Islamischer Staat» IS schliessen sich ansonsten verfeindete Staaten zusammen. Sogar der Iran zieht eine Zusammenarbeit mit den USA in Betracht. US-Präsident Obama will am Mittwoch das weitere Vorgehen in einer Rede kommunizieren.

US-Präsident Barack Obama
Legende: US-Präsident Obama: «Ich will, dass die Bevölkerung versteht, was die Bedrohung ist und was wir dagegen tun werden.» Reuters

Die Bedrohung durch den Terror des «Islamischen Staats» IS lässt den Schulterschluss ansonsten verfeindeter Staaten zu – gegen einen gemeinsamen Gegner. So fliegen die USA und das syrische Assad-Regime von Bashar al-Assad zeitgleich Angriffe gegen die IS. Sogar der Iran schliesst eine Zusammenarbeit mit den USA nicht mehr aus.

Auf Bitten der irakischen Regierung griffen Einheiten der US-Luftwaffe nach eigenen Angaben IS-Einheiten in der Nähe des Haditha-Damms im Westen des Landes an. Für Mittwoch kündigte US-Präsident Barack Obama eine Rede über den Kampf gegen die Terrormiliz IS an.

Weiterhin keine US-Bodentruppen

In einem Interview des Senders NBC News sagte er: «Ich will, dass die Bevölkerung versteht, was die Bedrohung ist und was wir dagegen tun werden.» Er werde in seiner Ansprache auch klar machen, «was wir nicht tun werden», so der US-Präsident.

Obama hatte seinen Widerstand bekräftigt, US-Bodentruppen in den direkten Kampf gegen die Milizen einzusetzen. Laut Experten könnte sich die Entscheidung nähern, ob der Präsident die Luftangriffe gegen die IS-Miliz vom Irak auf Syrien ausweitet. Bisher hat das US-Militär im vergangenen Monat mehr als 130 Luftschläge gegen IS-Einheiten durchgeführt.

Auch der mehrheitlich schiitische Iran warnte vor einer Destabilisierung des ganzen Nahen Ostens durch den radikal-sunnitischen IS. Das Land schloss auch eine Zusammenarbeit mit dem Erzfeind USA nicht mehr aus.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Erhard Walther, Lyssach
    Die Griechische Famillientragödie lässt grüssen wo es heisst: "Der Feind meines Feindes ist mein Freund"! Hoffentlich wird durch die grausige Geschichte der IS, der Westen und gewisse Kreise des Islam alle etwas schlauer durch: "sprechen und sich gegenseitig verstehen"!
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Der Bürgerkrieg in Syrien folgte einem legitimen Begehren von Bürgern nach der Teilhabe an der Macht, also dem Ende einer Einparteiendiktatur mit der Dynastie Assad an der Spitze. Hätte das Regime Assad das Wohl des Volkes und nicht seine eigene Macht vorangestellt, hätte es auf diese Entwicklung nicht mit brutaler Gewalt reagieren dürfen. Das Assad-Regime hat die Ursache dafür gesetzt, dass sich in Syrien im Bürgerkriegsverlauf so unappetitliche Gestalten wie die IS haben breitmachen können.
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