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Legende: Video «Gelbwesten» demonstrieren in Frankreich erneut abspielen. Laufzeit 00:37 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.01.2019.
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Gegen Macrons Reformen 50'000 «Gelbwesten» protestieren in Frankreich

  • An der Demonstration der «Gelbwesten»-Protestbewegung in Frankreich haben deutlich weniger Personen teilgenommen.
  • In Paris und einigen anderen Städten kam es zu Zusammenstössen mit der Polizei.
Demonstranten, im Hintergrund steigt Rauch und Feuer auf.
Legende: In Frankreich sind die Proteste erneut eskaliert. Keystone

Der Nachrichtensender FranceInfo berichtete mit Verweis auf Polizeiquellen von landesweit insgesamt 25 000 Demonstranten. In Paris protestierten nach Behördenangaben 3500 Menschen.

In der Hauptstadt setzte die Polizei nahe der Nationalversammlung und des Musée d'Orsay Tränengas ein. Touristen rannten in Scharen davon. Spezialeinheiten der Polizei blockierten einige Brücken über die Seine.

Fernsehbilder hatten zuvor gezeigt, wie die Polizei während einer kurzen Konfrontation nahe der Champs-Élysées Tränengas auf Demonstranten abfeuerte. Diese hätten zuvor Wurfgeschosse in Richtung Polizisten geworfen, meldete die französische Nachrichtenagentur AFP.

Macron: Aufruf zur Mässigung

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Präsident Emmanuel Macron
Legende:Macron rief die Demonstranten zum Dialog auf.Keystone
  • Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verurteilte die Gewalt bei den Protesten.
  • «Einmal mehr ist die Republik von extremer Gewalt attackiert worden», schrieb Macron am Samstagabend via Twitter.
  • Er rief zur Mässigung und zur Rückkehr zum Dialog auf.

Regierung unter Druck

In Paris hatten sich nur einige hundert Demonstranten auf den Champs-Élysées versammelt, wo es Ende vorigen Jahres zu heftigen Zusammenstössen mit der Polizei gekommen war.

Innenminister Christophe Castaner traf sich mit den Chefs der Sicherheitskräfte und teilte auf Twitter mit, dass es auch in anderen verschiedenen Städten zu Gewalt gekommen sei.

Massenproteste der «Gelbwesten» hatten die französische Regierung in den vergangenen zwei Monaten erheblich unter Druck gesetzt. Im Dezember brachte Präsident Emmanuel Macron eilends ein milliardenschweres Paket mit Sozialmassnahmen auf den Weg, um den Konflikt zu entschärfen. Ihren Namen haben die Demonstranten von den gelben Warnwesten, die sie während ihrer Kundgebungen und Strassenblockaden tragen.

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24 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    GILETS JAUNES : C'EST REPARTI DE PLUS BELLE - ACTE VIII eine kleiner Beitrag von lemedia fr .... damit die Vielfalt der Berichterstattung gewährt ist ....
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  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Hr. Macron erlebt nun das, was Kluge früh vorausgesagt haben - ohne Gewerkschaften geht NULL in Frankreich. Der Napolion der EU wird spätestens dann fallen gelassen, wenn die Gelder ausbleiben. Frankreich ist nicht Deutschland - die Franzosen sind mutiger und haben nichts zu fürchten. Da muss kein Neoliberaler den Boss mimen - wer dort den Büezer nicht auf seiner Seite hat geht einen schmalen Weg am Abgrund. Geschichtskenntnisse sind von Vorteil. Er hat eigentlich fertig. Die EU wackelt.
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  • Kommentar von Andreas Meier  (Epikur)
    Das alte Lied der franz. "Irgendwer-Solls-Gefälligst-Richten-Nur-Nicht-Wir" Demokratie. So verhungert u. kollabiert Demokratie am Mangel positiven Engagements. Verbessern ist schwierig, am Ast sägen leicht. Die regelmässigen Saubannerzüge dieser "Bewegung" zeigen klar, dass Demokratie nur das sein soll, was ihnen nützt. Sowie, dass sie nichts von Ökonomie verstehen. Sie schaffen keine bitter nötigen Innovationen, keine Jobs und gründen keine Firmen, lediglich mehr Schulden u. Stillstand für FR.
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    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Es könnte sehr wohl Sinn machen, sich mit dieser Bewegung eingehender zu befassen. Sich nicht zu sehr von der HofPresse einseifen zu lassen. Menschen, die sich daran machen die Verfassung neu zu schreiben und sich intensiv und beharrlich mit politischen Fragen auseinandersetzen, das ist schon was? Dass dies der Presse, die auf Polarisierung/Zwietracht säen aus ist und die nichts Besseres weiss, als Alle, die nicht zustimmend nicken, zu diffamieren, kleinzureden, nicht passt, liegt auf der Hand.
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