Gegen Schnee und Kälte: Luftbrücke nach Syrien eingerichtet

Auf dem Landweg geht nichts mehr. Deshalb hilft die UNO den Menschen im syrischen Nordosten aus der Luft. Ein erstes Flugzeug hat die schwer zugängliche Region nach Verzögerungen nun erreicht. Grösstes Ziel ist, die Menschen von der Kälte zu schützen.

Hilfsgüter auf dem Rollfeld stehen bereit, um in ein Flugzeug eingeladen zu werden.

Bildlegende: Hilfsgüter stehen auf dem Flughafen im irakischen Irbil bereit. Insgesamt sollen 400 Tonnen nach Syrien geflogen werden. Keystone

Die UNO hat eine Luftbrücke vom Irak in den Nordosten Syriens eingerichtet. Eine erste Maschine startete am Sonntagnachmittag von Erbil in der nördlichen Kurdenregion im Irak Richtung Kamischli.

Eine Frau füllt Wasser in einen Behälter in einem Flüchtlingslager, der Boden ist schneebedeckt.

Bildlegende: Der Wintereinbruch macht die Situation in den syrischen Flüchtlingslagern doppelt schwierig – Camp in Ost-Libanon. Keystone

Das Flugzeug habe 40 Tonnen Hilfsgüter an Bord gehabt, sagte die Nahostbeauftragte des Welternährungsprogramms (WFP), Abeer Etefa. In den kommenden Tagen sollten insgesamt 400 Tonnen nach Kamischli transportiert werden.

Das Welternährungsprogramm, das UNO-Kinderhilfswerk Unicef und das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR wollen die schwer zugänglichen Regionen im Nordosten Syriens winterfest machen.

Grenze zwischen Irak und Syrien ist zu

Dazu müssen Isolierzelte, Plastikdecken und warme Kleidung sowie Treibstoff geliefert werden. Die Luftbrücke sollte ursprünglich bereits am Donnerstag eingerichtet werden, was jedoch durch einen schweren Sturm verhindert wurde.

Der Landweg ist aufgrund der Entwicklungen im syrischen Bürgerkrieg derzeit nicht passierbar. Im Nordosten Syriens und im Norden Iraks leben zahlreiche Kurden. Wegen des Bürgerkriegs in Syrien sind rund 200'000 Kurden über die Grenze in den Irak geflüchtet. Seit dem Beginn des Bürgerkriegs in Syrien vor 33 Monaten wurden dort mehr als 126'000 Menschen getötet.