Gespräche über Gaslieferungen in die Ukraine ergebnislos vertagt

Die Gespräche zwischen Russland und der Ukraine über eine Lösung im Streit um Gaslieferungen und deren Bezahlung sind in Kiew ergebnislos vertagt worden. Am Montag läuft ein Ultimatum ab und Russland liefert Gas nur noch gegen Vorauszahlung.

Russland und die Ukraine haben bei Krisengesprächen in Kiew erneut keine Lösung im Streit um die Gaslieferungen und deren Bezahlung gefunden.

Die Verhandlungen seien ergebnislos auf diesen Sonntag vertagt worden, sagte der ukrainische Energieminister Juri Prodan am Samstagabend (Ortszeit). Im Gespräch versuchte der Energie-Kommissar der EU, Günther Oettinger, zu vermitteln.

Alexej Miller mit forschem Schritt umringt von Leibwächtern in Anzügen.

Bildlegende: Schwer bewacht trifft Alexej Miller, Chef von Gazprom, zum Treffen mit Vertretern der ukrainischen Naftogaz in Kiew ein. Keystone

Der Chef des russischen Energiekonzerns Gazprom, Alexej Miller, wollte den neuen Termin zunächst nicht bestätigen. Moskau fordert mit Nachdruck die Tilgung offener Rechnungen für geliefertes Gas bis Montagmorgen. Die Ukraine will aber zunächst einen Rabatt aushandeln.

Den zuletzt vom russischen Staatskonzern Gazprom angebotenen Preis für Gaslieferungen lehnt die Regierung in Kiew als zu hoch ab.

Wird die Zahlungsfrist am Montag nicht eingehalten, will Moskau das fast bankrotte Nachbarland nur noch gegen Vorauszahlung mit Gas beliefern.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Separatisten schiessen Flugzeug ab

    Aus Tagesschau vom 14.6.2014

    Russische Separatisten haben letzte Nacht eine ukrainische Militärmaschine abgeschossen. Alle 49 Passagiere kamen ums Leben. Der ukrainische Präsident Poroschenko verurteilte die Tat als «zynischen Akt des Terrors» und ordnete landesweite Staatstrauer an.