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Gespräche USA-Nordkorea Trump stellt Termin des Gipfeltreffens infrage

Legende: Video Moon bei Trump abspielen. Laufzeit 03:43 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.05.2018.
  • US-Präsident Donald Trump hat den Termin für sein mit Hochspannung erwartetes Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un in Singapur infrage gestellt.
  • «Es könnte sein, dass es nicht am 12. Juni klappt», sagte Trump in Washington. «Ich habe viele Deals gemacht. Man ist nie ganz sicher, was herauskommt», betonte Trump.

«Wenn das Treffen dann nicht zustande kommt, kommt es vielleicht später zustande», sagte Trump. Grundsätzlich hielt er jedoch an seiner Vision einer Beendigung des Konfliktes auf der koreanischen Halbinsel fest. «Im Moment blicken wir auf zwei Koreas», sagte Trump. «Mag sein, dass wir in der Zukunft auf ein Korea zurückkommen.»

In Gesprächen mit Kim werde er die persönliche Sicherheit des Machthabers garantieren. «Er wird sicher sein, er wird glücklich sein, sein Volk wird reich sein», sagte Trump. Wenn er in 50 Jahren zurückblicke, werde Kim sehr stolz auf das sein können, was er für Nordkorea getan habe, sagte Trump mit Blick auf ein mögliches Abkommen mit den USA.

Beidseitige Drohungen

Nach Wochen der plötzlichen Entspannung und des überraschenden Einlenkens von Pjöngjang hatte zuletzt Nordkorea wieder damit gedroht, die Begegnung platzen zu lassen. Als Grund wurden die US-Forderungen nach einer «einseitigen» Aufgabe des nordkoreanischen Atomprogramms genannt.

US-Vizepräsident Mike Pence betonte in einem am Montag veröffentlichten Interview, es stehe «ausser Frage», dass Trump aus dem Dialog mit Nordkorea aussteige, wenn dieser keine Ergebnisse zeige.

Washington fordert die vollständige und unumkehrbare atomare Abrüstung Nordkoreas und bietet im Gegenzug wirtschaftliche Hilfen an. Das asiatische Land ist international weitgehend isoliert und liegt wirtschaftlich am Boden, auch wegen der jahrelangen UNO-Sanktionen.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von pius winiger (süsse maus)
    Trump gesteht durch seine persönliche Teilnahme am Gipfel mit dem Despoten Kim Jong-un dessen Legitimation als "Dealpartner" öffentlich zu. Der (Innen-)politische Gewinner ist also schon mal Kim Jong-un. Dieser gewinnt nicht nur auf dem diplomatischen Weg (selbst, wenn der Gipfel abgesagt wird), sondern treibt gleichzeitig langsam einen Keil zwischen die USA & Südkorea, nebst dem, dass er Zeit für seine Atomwaffenentwicklung gewinnt: Erholungsphase seiner Ressourcen (Kosten, Urananreicherung).
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    1. Antwort von pius winiger (süsse maus)
      Anmerkung: Auf jeden Fall fügt Kim Jong-un Trump eine (weitere internationale) politische Niederlage hinzu. Die USA verliert zunehmends an Machteinfluss. Trumps "Offensiv-Charme", indem er auf höchster Ebene selbst die Korea-Affaire lösen wollte, entpuppt sich nun definitiv als Schuss ins eigene Knie. Politik ist kein Deal. Ein Deal funktioniert in der Wirtschaft, nicht aber in der Politik. Dort ist es zwar kurzfristig möglich, mittel- und langfristig jedoch nicht. Der Bumerang kommt zurück.
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  • Kommentar von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
    Aus Dialog aussteigen ist ja nicht das Problem, das Problem ist, dass die USA nie auf einen echten Dialog eingestiegen sind. Sie können immer nur fordern, sanktionieren, bombardieren. Was Verträge mit den USA wert sind, kann man ja die amerikanischen Ureinwohner fragen.
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  • Kommentar von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
    „Er habe Deals gemacht“ und «Er (Kim) wird sicher sein, er wird glücklich sein, sein Volk wird reich sein». Das ist die Sprache eines Populisten wie im Buche. Entweder ist alles „easy“, oder man muss mit „unbändiger Härte reagieren“, und viele andere solche Beispiele. Er glaubt wohl er spiele ein Spiel zu seiner eigenen Unterhaltung, Monopoly. Erreicht hat er in seinem Amt noch gar nichts. Alles nur leere Worthülsen um Applaus zur Befriedigung seines Narzissmus zu erhaschen.
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