Gewässer vor Somalia wieder sicherer

Die Piratenangriffe vor Ostafrika sind auf den tiefsten Stand seit 2006 gefallen. Vor Westafrika nehmen sie klar zu.

1 Kriegsschiff, 1 Fischerboot

Bildlegende: Die Präsenz von Marineschiffen hat die Situation verbessert: Ein Zerstörer eilt einem iranischen Fischerboot zu Hilfe. Reuters

In den ersten sechs Monaten 2013 sind vor der Küste von Somalia und im Golf von Aden nur noch acht Angriffe, darunter zwei Kaperungen, registriert worden. Das teilte
die Internationale Piraterie-Meldestelle (IMB) mit.

Die beiden gekaperten Schiffe hätten von Marineeinheiten befreit werden können, bevor die Piraten sie nach Somalia entführen konnten. Im Seegebiet ist seit 2008 die EU-Mission «Atalanta» im Einsatz. Schon 2012 hatte sich die Zahl der Schiffsentführungen gegenüber dem Vorjahr dort halbiert.

Gefährlicher Golf von Guinea

«Die Marineeinheiten spielen weiter eine entscheidende Rolle, um diese Bedrohung unter Kontrolle zu halten», sagte IMB-Direktor Pottengal Mukundan. Zum Stichtag 30. Juni hielten somalische Piraten noch 57 Besatzungsmitglieder auf vier Schiffen als Geiseln, für die sie Lösegeld verlangten.

Im Golf von Guinea vor der Westküste Afrikas hat es 2013 bisher 31 Zwischenfälle gegeben. In der Region sind 56 Seeleute als Geisel genommen worden, eine Person sei getötet und mindestens fünf weitere seien verletzt worden.