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International Gewalttätige Proteste gegen Flüchtlings-Unterbringung in Italien

Bei Rom und Venedig ist es zu gewalttätigen Protesten von Rechtsextremen gegen die Unterbringung von Flüchtlingen gekommen. Die Behörden in Rom gaben trotz der Ausschreitungen nicht nach. In Quinto di Treviso bei Venedig mussten hingegen Flüchtlinge anders als vorgesehen untergebracht werden.

Legende: Video Rechtsextreme Gewalt gegen Flüchtlinge abspielen. Laufzeit 0:42 Minuten.
Vom 17.07.2015.

Bei gewalttätigen Protesten gegen die Unterbringung von Flüchtlingen sind in Italien mehrere Menschen verletzt worden. In einem Aussenbezirk von Rom erlitten 14 Beamte Verletzungen bei Auseinandersetzungen zwischen Anwohnern und rechtsextremen Gruppen, wie die Polizei mitteilte. Die Demonstranten hatten die Zufahrt zu einer ehemaligen Schule blockiert, die zu einem Heim für etwa 100 Migranten werden soll.

Hassparolen gegen Migranten

Trotz der Proteste und Blockaden erreichte ein Bus mit etwa 20 Migranten die ehemalige Schule. Demonstranten schrien den Menschen Hassparolen und Beleidigungen entgegen und warfen Steine, Flaschen und Stühle. Eine neofaschistische Gruppe hatte sich den Protesten angeschlossen. Laut der Polizei wurden zwei Personen festgenommen und von 15 weiteren Randalierern die Personalien aufgenommen.

Die Stadt Rom erklärte, sie werde die Strassenblockade auflösen. Die Migranten sollten weiterhin in der ehemaligen Schule untergebracht werden. «Wir machen keinen Schritt zurück», sagte der Präfekt Franco Gabrielli.

Auch in Quinto di Treviso nördlich von Venedig gab es Proteste gegen die Ankunft von Migranten. Es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, Dutzende Personen wurden festgenommen. Daraufhin entschieden die Behörden, dass rund 100 Flüchtlinge aus der ursprünglich vorgesehenen Unterkunft in eine ehemalige Kaserne in der Nähe gebracht werden sollen.

170'000 Flüchtlinge in Italien

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR äusserte sich empört über die Proteste. «Es ist beschämend, dass die Frustration der Bürger bewusst gesteuert wird, um damit Gewalt anzufachen gegen Flüchtlinge und Asylbewerber», erklärte Laurens Jolles, Experte für Südeuropa bei UNHCR.

Die Zahl der Flüchtlinge ist in Italien stark gestiegen. Waren es im Jahr 2012 noch 13'000, lag die Zahl vergangenes Jahr bei 170'000. In diesem Jahr kamen bisher bereits 82'000 Menschen über das Mittelmeer in Italien an. In dem Land gibt es immer wieder Auseinandersetzungen über die Unterbringung der Menschen. So weigern sich vor allem die nördlichen Regionen, weitere Flüchtlinge aufzunehmen.

122 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    @RvG et al...Nun, schlussendlich werden die Sozialisten, die ja traditionel die aermere Bevoelkerung vertreten.. ein kollabierendes Sozialsystem erklaeren muessen, dann naehmlich, wenn die finanziell Schwachen merken, wieviel sie an den ueberbordenden Migrantismus bezahlen muessen und was ihnen damit abgeht.. Die gut situierte Mitte und Rechte.. denen kann es praktisch egal sein.. aber die finanziell Schwachen werden leiden.. wegen ihrer eigenen sozialen "Linken"
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    1. Antwort von Beat Haenni, Belp
      Herr Nanni Sie haben mich gefragt,wo Ich diese Beweisse wegen bezahlte Ferien für Asylanten herr habe? Bitte gehen Sie auf die Seite der SVP-Schweiz dort können Sie alles nachlesen,es ist sogar ein Flugticket abgebildet!
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  • Kommentar von Niklaus Bächler, zZ. Likasi, Kongo
    Es ist eine Schade zu lesen, wie menschenverachtend hier Rechtspopulisten argumentieren. Viele von ihnen haben sich im Laufe der Zeit gefährlich radikalisiert und könnten zur tickenden Zeitbombe werden. Solche Tendenzen sind für unser Land nicht gut. Erschreckend ist, dass es eben leider viele älteren Menschen sind, welche solche Hasstiraden gegen Ausländer posten... Sie müssten eigentlich klüger und weiser sein.
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    1. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      Es ist eine Schande dass SIE der gerade in einem Land ist wo der Honig fliessen koennte besorgte Buerger der Schweiz als Rechtspopulisten titulieren. Die von Ihnen erwaehnte Zeitbombe tickt, jawohl.. eine Bombe die von einem unfaehigen Regierungsapparat gebaut wurde..Das "Posten" hat mit Alter nichts zu tun...und schon gar nicht mit Menschenverachtung..
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    2. Antwort von Beat Haenni, Belp
      Ich bin nicht Rechtsextrem! Aber ich sehen nur zu wie die Schweiz zu grunde geht! Mann kann nicht dem Bürger mit den Steuern das Geld aus der Tasche saugen,und dann anderen zu unterstützen! Und alle Gemeinden haben dann kein Geld mehr um andere sorgen zu Finazieren!
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  • Kommentar von E.Wagner, Zug
    Wie war das vor gut einem Jahr hier in der CH?Da ging auch ein Ort auf die Parikaden und verhinderten das dort ein Asylcenter errichtet wurde.Wir Schweizer sind vielleicht nichtso radikal.Aber an Gemeindeversammlungen,kocht das Volk doch auch, wenn es diese gesalzene Suppe auslöffeln soll und versucht sich aufzulehnen, gegen diese Politik.Die versagt hat und nur noch gefällig agiert, für EU was diese diktiert.Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis dasselbe bei uns losgeht.Mehr Weitsicht Bitte
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