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Gipfeltreffen mit Kim Madeleine Albright sieht Hürden für Trump

Legende: Audio «Im US-Aussenministerium fehlen Nordkorea-Spezialisten» abspielen.
4:26 min, aus Echo der Zeit vom 10.03.2018.

Madeleine Albright traf als erstes und bisher einziges Mitglied einer US-Regierung den Staatschef von Nordkorea. Im Jahr 2000 besuchte sie Kim Jong-Il, den Vater des heutigen Machthabers. Jetzt freut sie sich, dass Präsident Donald Trump nun auf Diplomatie zu setzen scheint.

Reden sei immer besser als militärische Mittel einzusetzen. Besorgt ist sie jedoch, dass dieses Gipfeltreffen aus heiterem Himmel stattfinden soll

Es fehlen Experten

Tatsächlich fehlen zurzeit im US-Aussenministerium Nordkorea-Spezialisten. In der amerikanischen Botschaft in Südkorea ist der Botschafterposten vakant.

Seinerzeit sei das, so Albright, völlig anders gewesen. Es hätten zuvor unzählige diskrete Verhandlungsrunden mit Nordkorea stattgefunden, zum Teil bei der UNO.

Es fehlt die Vorbereitung

Man habe monatelang minutiös vorbereitet, welche Positionen man vertreten wolle und wie. Atom- und Raketenverhandlungen seien unweigerlich komplex, technisch und schwierig. Da lasse sich keine Lösung aus dem Ärmel schütteln.

Und weil am Ende doch noch offene Fragen blieben, sei Präsident Bill Clinton nicht selber nach Pjöngjang gereist, er habe sie als Aussenministerin vorgeschickt.

Doch diesmal, so Albright, sei sozusagen nichts vorbereitet. Es sei nicht einmal klar, welche Elemente aus dem diplomatischen Handwerkskasten die USA einsetzen wollten. Was umso problematischer sei, als Washington gar nicht über allzuviele Mittel verfüge, um das nordkoreanische Regime zu beeinflussen.

9 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Das ist ein weiterer Erfolg von US-Präsident D. Trump, der Kim Jong-un unmissverständlich klar gemacht hat, welche Möglichkeiten er noch hat.
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  • Kommentar von Margot Helmers (Margot Helmers)
    Unglaublich, Madeleine Albright als diplomatische Friedenstaube darzustellen! In der Fernsehshow '60 Minuten' am 12.05.1996 fragte Lesley Stahl die US-Außenministerin M. Albright: "Wir haben gehört, daß eine halbe Million Kinder gestorben sind (wegen der Sanktionen gegen den Irak). "Ich meine, das sind mehr Kinder, als in Hiroshima umkamen. Und - sagen Sie, ist es den Preis wert?" Albright: "Ich glaube, das ist eine sehr schwere Entscheidung, aber der Preis - wir glauben, es ist den Preis wert."
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  • Kommentar von Bruno Bär (ursinho007)
    Die Sache ist, wie Albright einleuchtend darstellt, ziemlich komplex. Das anvisierte Treffen wird im besten Fall ohne Schaden über die Bühne gehen und rein gar nichts bringen, im schlechtesten Fall den Konflikt massiv verschärfen. Trump als Egomane geht es nur um die Show. Leider ist das aber keine harmlose Fernsehshow ohne Konsequenzen. Aber das checkt er in seinem Selbstdarstellungswahn nicht!
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    1. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Warum mischt Albright noch mit? Lässt nichts gutes ahnen. Die Frau gehört vor einem int. Kriegsverbrecher- und Völkerrechtsverbrechertribunal.
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