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Gouverneurswahl in Virginia Demokraten stehen unter Druck

Es war der teuerste Wahlkampf, den Virginia gesehen hat – und ein spannender. Sowohl Präsident Donald Trump als auch Ex-Präsident Barack Obama haben sich engagiert. Alle Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen voraus.

Legende: Video «Wir holen uns die Mehrheit zurück!» abspielen. Laufzeit 0:55 Minuten.
Vom 07.11.2017.

Die Wahlen in Virginia am 7. November gelten als Testlauf für die Kongresswahlen im kommenden Jahr. Im südlichen «Swing State» stehen der Gouverneurssitz sowie die Delegiertensitze zur Wahl.

Insbesondere die Demokraten stehen dabei unter Druck. Sie müssen ihrer Basis und den Geldgebern beweisen, dass sie den Gouverneurssitz verteidigen können und in der Lage sind, Delegiertensitze hinzu zu gewinnen.

Kostspieliges Kopf-an-Kopf-Rennen

Noch nie ist so viel Geld in die Gouverneurs-Wahlen von Virginia geflossen. Der Demokrat und amtierende Vize-Gouverneur Ralph Northam sammelte 34 Millionen Dollar, der Republikaner Ed Gillespie 24 Millionen.

Sowohl Präsident Donald Trump als auch Ex-Präsident Barack Obama engagierten sich im Wahlkampf. Northam führt in Umfragen nur zwei Prozentpunkte vor Gillespie – statistisch läuft es auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hinaus.

Demokraten erleben Aufwind

In den Vorwahlen konnte sich Vize-Gouverneur Ralph Northam gegen einen Kandidaten aus dem progressiven Lager der Demokraten durchsetzen.

Die Demokraten sind auch in Virginia gespalten – in ein gemässigtes Lager von Clinton/Obama-Anhängern und ein linkes Lager von Sanders/Warren-Anhängern. Je nach Ausgang der Wahl in Virginia könnte sich die Macht innerhalb der Partei verschieben.

Eine neue nationale Umfrage (Washington Post/ABC) zeigt, dass eine Mehrheit der registrierten Wählenden (51 Prozent) plant, in den Midterm-Wahlen 2018 demokratische Kongressabgeordnete zu wählen. Nur 40 Prozent gaben an, einen republikanischen Kandidaten wählen zu wollen. Beide Lager zeigen sich gleich motiviert, an die Urne zu gehen.

Isabelle Jacobi

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Porträt Isabelle Jacobi

Nach dem Studium in den USA und in Bern arbeitete Jacobi von 1999 bis 2005 bei Radio SRF. 2008 wechselte sie zum «Echo der Zeit» und wurde 2012 Redaktionsleiterin. Seit Sommer 2017 ist sie USA-Korrespondentin in Washington.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Hillary Clinton und ihr Team sind viel zu weit gegangen, um die Vorwahlen und Wahlen zu gewinnen/zu manipulieren. Sie gilt deshalb zu Recht bei vielen US-Bürgern als unehrlich. Sie spüren auch die Distanziertheit von Clinton gegenüber Normalbürgern. Das hat ihr schlussendlich die Wahl gekostet. Dass Trump um keinen Deut besser, ja sogar noch schlimmer ist, tut wenig zur Sache. US-Wahlkampf ist ein sehr dreckiges Geschäft, dass nach der Wahl vorwiegend den Sponsoren in die Hände spielt.
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  • Kommentar von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
    Man kann bei Clinton beim besten Willen nicht vom gemässigten, sondern nur noch vom korrumpierten Lager sprechen, da dieses ja bereits die Vorwahlen der demokratischen Partei manipuliert und die demokratischen Wähler betrogen haben soll (The Washington Post: Elizabeth Warren and Donna Brazile both now agree the 2016 Democratic primary was rigged).
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