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International Greenpeace entert Bohrschiff

Einmal mehr machen Umweltschützer mit einer spektakulären Aktion auf sich aufmerksam. Nordwestlich von Hawaii besetzten Greenpeace-Aktivisten ein Bohrschiff. Grund dafür ist der Protest gegen die Ölförderung in der Arktis.

Legende: Video Greenpeace kapert Bohrschiff abspielen. Laufzeit 0:27 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 07.04.2015.

Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace sind auf eine Ölplattform im Nordpazifik geklettert. Die sechs Umweltschützer seien 1500 Kilometer nordwestlich von Hawaii auf die Plattform des Shell-Konzerns gestiegen. Sie protestierten damit gegen jegliche Ölförderung in der Arktis, teilte Greenpeace mit.

Die Plattform «Polar Pioneer» werde derzeit von einem Spezialschiff in die Arktis gebracht. Die Aktivisten hätten Verpflegung für mehrere Tage bei sich, hiess es. Shell hatte im Januar angekündigt, eine Milliarde Euro in das Arktis-Projekt zu investieren.

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Legende: Die Route des Bohrschiffes «Polar Pioneer» in die Arktis. SRF

«Ölsuche in Arktis unverantwortlich»

«Immer wieder kommt es bei Ölbohrungen im Meer zu schweren Unfällen. Das hat erst vergangene Woche die Explosion einer Plattform im Golf von Mexiko erneut gezeigt», sagte Larissa Beumer, Arktis-Expertin von Greenpeace. Und weiter: «Shells geplante Ölsuche unter den extremen Bedingungen in der Arktis ist deshalb unverantwortlich.»

Vor der Küste Alaskas seien heute noch immer die Ölreste vom Unfall des Tankers «Exxon Valdez» vorhanden, hiess es. Die Arktis gehöre zu den ökologisch sensibelsten Regionen. Weltweit gebe es kein wirksames Verfahren, um ausgelaufenes Öl in vereisten Gewässern zu bergen.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Brühlmann, Seewen
    Es IST unverantwortlich in der Arktis nach öl zu bohren ausser man nimmt einen unfall mit ölkatastrophe in kauf. Wer ausser der öfirma und deren sowieso nach geld stinkenden lobbyisten provitieren davon? Hier geht es darum, ob stinkreiche noch stinkreicher werden, oder ein einmaliges idyll dem risiko der zerstörung preisgegeben wird. Wenn GP nicht da wäre würde niemand darüber sprechen. GP aktivsten sind in diesem falle helden und die sie verteufeln sind blinde ignoranten (oder lobbyisten).
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  • Kommentar von P.Meier, Zürich
    Das Entern eines Bohrschiffes ist für Greenpeace nur eine Marketing-Aktion, um mehr Spendengelder zu generieren. Greenpeace gefährdet damit die Besatzung und im schlimmsten Falle, könnte es zu einer Öl-Katastrophe kommen. Bedenklich ist, dass nicht konsequent gegen diese Piraterie vorgegangen wird. Eines Tages könnten sich Terroristen als Greenpeace Aktivisten verkleiden und so eine Ölplattform einnehmen, um so einen grossen Schaden anzurichten.
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  • Kommentar von M.Müller, Zürich
    Greenpeace hat bei mir jede Glaubwürdigkeit verspielt. Viel Geld habe ich gespendet und bei Ecopop zeigte Greenpeace die Sozi-Fraze und stellte Umweltprobleme hinter die Sozi-Interessen (qualitätslose Masseneinwanderung, Überbevölkerung, Staus, zugehöriger Energiekonsum, Überbauung der Schweiz usw.). Greenpeace braucht das Geld fürAbenteuerferien und nicht für die Umwelt - Pfui! Von mir bekommt dieser unglaubwürdige Trupp keinen Rappen mehr!
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    1. Antwort von M.Schmid, Bern
      Ach bitte... Ecopop wurde auch von rechts abgelehnt, das waren nicht nur die Sozis. BDP EVP FDP Grüne GLP SVP SP und viele Organisationen waren auch dagegen! Dass Leute aus dem Aussland ins Inland kommen ist kein Umweltproblem, häufig wechseln die ja sogar von einem Land mit weniger Emissionsauflagen hierher. Zumindest schaut die Schweiz einigermassen gut zu Wasser, Boden und Luft, was die meisten Kriterien angeht...
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    2. Antwort von M.Müller, Zürich
      @Schmid, Unser übertriebener Wohlstand führt zu einer enormen Umweltbelastung. Mit dem enormen materiellen Müll welchen wir importieren betreiben wir ein Outsourcing der Umweltschäden. Wir gehören zu den umweltschädlichsten Nationen. Wenn 2000 Menschen so leben wie wir, dann ist das doppelt so schlimm, wie wenn nur 1000 Menschen so leben. Eine Mehrheit der Schweizer lebt eine opportunistische Doppelmoral, wenn es um den Umweltschutz geht - beschämend u. unglaubwürdig => Demokratie am Abgrund!
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