Griechen nehmen Ex-Banker fest

Wegen mehreren Bestechungsaffären wurde der Ex-Manager der französischen BNP Paribas gesucht. Jetzt soll er Richtern in Athen Auskunft geben – über Geldwäsche, Korruption und Rüstungsgeschäfte mit Konzernen aus aller Welt.

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Bildlegende: Der Ex-Banker der französischen Bank BNP Paribas muss jetzt zu Korruptionsvorwürfen Stellung nehmen. Keystone

Die griechischen Behörden haben einen mutmasslich in eine Reihe von Schmiergeldaffären verwickelten französischen Banker festgenommen.

Der gesuchte Ex-Manager der Bank BNP Paribas wurde Polizeiangaben zufolge in Abu Dhabi aufgegriffen und nach Griechenland überstellt, wo er am Montag von Antikorruptionsrichtern vernommen wurde.

Bestechungsvorwürfe

Der Mann, der für BNP Paribas vor allem in der Schweiz tätig war, steht in einer Reihe von Bestechungsaffären unter Geldwäscheverdacht: Es geht auch um griechische Rüstungsgeschäfte mit dem deutschen Konzern Krauss-Maffei Wegmann, dem schwedischen Konzern Ericsson und der brasilianischen Firma Embraer.

Auch im Siemens-Bestechungsskandal soll der 55-Jährige eine Schlüsselrolle gespielt haben. Rund ein Dutzend damaliger Siemens-Vertreter und rund 40 weitere Angeklagte stehen deshalb seit März in Griechenland vor Gericht.