Griechenland baut Staatsapparat massiv zurück

Wenige Tage vor einer Kontrolle der internationalen Geldgeber wird Griechenland mit seinen Sparplänen konkret. Insgesamt sollen 25'000 Staatsstellen gestrichen oder umstrukturiert werden.

Griechenland brauche keinen weiteren Schuldenschnitt meint der griechische Finanzminister Ioannis Stournaras. Die Griechen könnten ihre Schuldenlast auch anders verringern. Es gebe viele Wege die finanzielle Lücke zu schliessen.

In einem dieser Wege ist die griechische Regierung nun konkret geworden. Es werden massiv Staatsstellen abgebaut. In einem ersten Schritt sind 12'500 Stellen aus den Ressorts Bildung, Kommunen, Verteidigung und dem Innenministerium betroffen. Die Angestellten werden der sogenannte Mobilitätsreserve zugeteilt. Dies bedeutet eine Versetzung innerhalb der Verwaltung oder eine Entlassung innert acht Monaten. Ende Jahr wird eine zweite Tranche von 12'500 Angestellten folgen.

Griechenland hatte den internationalen Geldgebern versprochen seinen Staatsapparat zu entschlacken. Bis Ende 2014 werden 15'000 Angestellte definitiv entlassen, 4000 noch in diesem Jahr. Im September werden Kontrolleure der internationalen Geldgeber die Reformschritte prüfen.

Athen will an die Börse

Die griechische Regierung erwägt früher als gedacht eine Rückkehr an den Kapitalmarkt. Es sei möglich, dass Griechenland den Anleihemarkt in der zweiten Jahreshälfte 2014 mit einer neuen Emission teste, sagte Finanzminister Jannis Stournaras. Der Betrag werde klein sein, möglicherweise unter 3 Mrd. Euro.