Griechenland-Sitzung: Es geht gleich weiter

Die Euro-Finanzminister haben die Sitzung in Brüssel zur Krise in Griechenland nach rund neun Stunden abgebrochen. Dies liess der finnische Finanzminister Alexander Stubb via Kurznachrichtendienst Twitter gegen Mitternacht verlauten. Sonntag um 11 Uhr sollen die Gespräche weitergeführt werden.

Das Bild zeigt ein Schachspiel in Griechenland. Die Figuren sind griechische Götter und Soldaten. (reuters)

Bildlegende: Viele Länder haben Einwände gegen die Pläne der Griechen. Deshalb soll Athen zusätzliche Reformschritte vorlegen. Reuters

Die Euro-Finanzminister haben nach der neun Stunden dauernden Sitzung keine offizielle Stellungnahme abgegeben. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem äusserte sich kurz nach der Sitzung beim Verlassen des Gebäudes. «Es ist immer noch sehr schwierig, aber die Arbeit dauert an.»

Tiefgreifende Diskussion, aber kein Resultat

Es habe eine «tiefgehende Diskussion» der griechischen Reformvorschläge gegeben, so Dijsselbloem weiter. Es sei auch über die Frage von «Glaubwürdigkeit und Vertrauen» und «Finanzfragen» gesprochen worden.

In der Eurogruppe herrscht grosse Uneinigkeit, ob die griechischen Sparvorschläge für ein drittes Rettungspaket im Umfang von rund 74 Milliarden Euro ausreichen sollen.

Die Termine des Tages

Am Sonntag werden die Finanzminister vor dem Sondergipfel erneut zusammenkommen, um an ihrer Erklärung für die EU-Chefs weiterzuarbeiten. Die Beratungen beginnen um 11 Uhr.

Die Euro-Staats- und Regierungschefs sollen dann gemäss Plan um 16 Uhr tagen. Um 18 Uhr kommen dann alle 28 EU-Chefs zu einem Sondergipfel zusammen. Sie sollen über die Aufnahme von Verhandlungen mit Griechenland über ein drittes Hilfspaket entscheiden. Anschliessend wollen sich EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vor der Presse äussern.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Griechen leiden

    Aus Tagesschau vom 11.7.2015

    Die Supermärkte werden leer gekauft und die Schlangen vor den Geldautomaten sind lang. Aufgrund der Kapitalverkehrskontrollen ist der Nachschub ungewiss und die Nerven der Griechen liegen blank. Dazu Einschätzungen von Werner van Gent, Korrespondent SRF, in Athen.