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International Grossandrang am 25. Jubiläum der Deutschen Einheit

Bei bestem Wetter sind so viele Menschen nach Berlin ans «Festival der Einheit» geströmt, dass der Platz vor dem Brandenburger Tor vorübergehend gesperrt werden musste. An den Feierlichkeiten zur Wiedervereinigung Deutschlands sind Konzerte, Reden und ein grosses Feuerwerk geplant.

Legende: Video Deutschland feiert 25 Jahre Einheit abspielen. Laufzeit 03:53 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.10.2015.

Zehntausende Menschen haben in der deutschen Hauptstadt den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit gefeiert. Berliner und Touristen strömten bei spätsommerlichem Wetter zur Festmeile am Brandenburger Tor. Wegen Überfüllung musste der Pariser Platz am Nachmittag gesperrt werden, S-Bahnzüge hielten nicht mehr am Wahrzeichen Berlins.

Beim «Festival der Einheit» sollten am Abend auch die Rockband Revolverheld und die Sängerin Lena auftreten. Nur wenige hundert Meter weiter sollte zudem auf dem Platz der Republik am Reichstag eine Jubiläumsfeier des Bundestages starten. Geplant sind eine Rede von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) sowie ein Feuerwerk.

Aufrufe zur Solidarität

Bei der zentralen Einheitsfeier in Frankfurt am Main sagte Bundespräsident Joachim Gauck, die Integration Hunderttausender Flüchtlinge sei eine noch grössere Aufgabe als die deutsche Wiedervereinigung.

«Wie 1990 erwartet uns eine Herausforderung, die Generationen beschäftigen wird. Doch anders als damals soll nun zusammenwachsen, was bisher nicht zusammen gehörte», sagte das Staatsoberhaupt. Auch damals habe es kein historisches Vorbild gegeben, trotzdem hätten Millionen Menschen die Aufgabe angenommen und bewältigt.

«Wir Deutschen können Freiheit»

Zudem würdigte das Staatsoberhaupt die Leistungen der DDR-Bürgerrechtsbewegung auf dem Weg zur Wiedervereinigung. Mit ihrem Aufbegehren von 1989 hätten die Ostdeutschen den Westdeutschen ein grosses Geschenk gemacht. «Die friedliche Revolution zeigt: Wir Deutschen können Freiheit.»

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), der anlässlich der 20-jährigen Städtepartnerschaft in Prag weilte, hatte vorab erklärt, Berlin habe allen Grund zur Freude. Der Fall der Mauer und die Vereinigung der Stadt hätten die positive Entwicklung im letzten Vierteljahrhundert ermöglicht. Berlin sei zusammengewachsen. Jetzt stehe die Aufgabe, Flüchtlingen Obdach, Sicherheit und Existenz zu garantieren. Berlin sei bereit, anderen etwas von dem zu geben, was die Menschen dort selbst an Glück und Solidarität erfahren haben.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    "die Integration Hunderttausender Flüchtlinge als eine noch grössere Aufgabe" Im Jahr 2013 sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 1.226.000 Personen nach Deutschland zugezogen. 146 000 Zuzüge mehr als im Jahr 2012. Diese Zahl dürfte sich nunmehr pro Jahr konstant weiter erhöhen. Schliesslich ist weder im Nahen- und Mittleren Osten noch in Afrika mit einer Verbesserung der Situation zu rechnen.
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    1. Antwort von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
      2) Mit der Familienzusammenführung der überwiegend jungen Männer aus Afrika, wird eine weitere Zahl an Neubürgern nach Deutschland kommen. Deutschland muss sich also anstrengen, deren Erwartungen nach Versorgung und Teilhabe zu erfüllen, will man sich nicht dem Vorwurf des Rassismus aussetzen. Damit findet der gewünschte Umbau der gesellschaftlichen Struktur des Landes in recht zügigen Tempo statt, von dem die deutsche Politik in Übereinstimmung sagt, er sei unverzichtbar für Deutschland.
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  • Kommentar von c jaschko (politically correct player)
    25 Jahre später und es gibt no go areas in der alten DDR für West Deutsche und Ausländer gleichermassen :-) Welche Einigkeit, in was sind sich West und Ost Deutsche den über haupt noch einig :-) Im Westen wird jetzt schon 25 Jahre lang geschuftet und in die Mutties Heimat gnadenlos investiert und der Osten findet es immer noch nicht gut genug oder zufriedenstellend :-) Einfach Grenzen mal wieder trennen und mal sehen was die so alleine vollbringen werden :-)
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    1. Antwort von Margot Helmers (Margot Helmers)
      Die Polizei Gewerkschaft warnt vor No-go-Areas im Ruhrgebiet, von den neuen Bundesländernist ist da nicht die Rede. Ihr Post ist ziemlich pauschalisierend und entspricht gar nicht dem deutschen Empfinden. West und Ost Deutsche haben sich immer als Deutsche definiert, verbunden durch die gleiche Geschichte und Kultur. Die Bürger können sehr wohl zwischen Basis und der abgehobenen Politikerklasse mit ihren Fehlentscheiden unterscheiden.
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    2. Antwort von roland goetschi (pandabiss)
      " Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm, beim Wessi ist es andersrum". Aber im ernst, es gibt gar keinen anderen Weg für Deutschland als die Einheit. Niemand hat gesagt es werde einfach. "Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen." Johann Wolfgang von Goethe
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Die Wiedervereinigung Deutschlands und der Zerfall der Sowjetunion mit ihren Satellitenstaaten verursacht/e auch der Schweiz hohe Kosten. (Kohäsionsmilliarden!).
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    1. Antwort von Udo Gerschler (UG)
      Aber für viele Menschen die Freiheit.
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    2. Antwort von Lucas Kunz (L'art pur l'art)
      Sagen Sie mal, Frau Zelger, gibt's noch irgend einen Funken an Freude und Wohlwollen in Ihrem Leben? Nein, es muss gemeckert und gegiftet werden. Ihnen wär's also lieber und besser gewesen, es gäbe heute noch den Eisernen-Vorhang?
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    3. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      ......waren, wie man so hört, keine Milliarden, sondern in der Einzahl eine Milliarde CHF für arme, vom Schicksal benachteiligte frühere Ostblockländer, Deutschland ausgenommen. Diese Mittel sind projektgebunden wo die Schweiz selbst den Hut auf hat. Matthaeus 6:3: Wenn du Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir posaunen, wie die Heuchler tun in den Schulen und auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gepriesen werden......laß deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut,.."
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