Grossbritannien beginnt Luftangriffe auf syrische IS-Ölfelder

Kurz nach der Bewilligung durch das britische Unterhaus begannen gemäss Regierungskreisen erste Luftangriffe auf die Terrormiliz in Syrien. Bomber hätten Ölfelder im Osten des Landes angegriffen, sagte der britische Verteidigungsminister Fallon.

David Cameron

Bildlegende: Grossbritannien fliegt Einsätze gegen den IS in Syrien. Keystone

Die Flugzeuge vom Typ Tornado hätten frühmorgens Ölfelder im Osten Syriens angegriffen, sagte der britische Verteidigungsminister Michael Fallon gegenüber dem BBC.

Inzwischen seien die Flugzeuge zu ihrer Basis in Zypern zurückgekehrt, so ein Regierungsvertreter. Von dieser Basis aus fliegt die britische Luftwaffe bereits seit einem Jahr Angriffe auf Ziele der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak. Kurz vor den Angriffen hatte das britische Parlament mit deutlicher Mehrheit eine Ausweitung des Kampfeinsatzes auf Syrien gebilligt.

Angriff auf Rakka geplant

Mit einer Mehrheit von 174 Stimmen hatten die Abgeordneten den Plänen der konservativen Regierung von Premierminister David Cameron zugestimmt. «Es ist die richtige Entscheidung für die Sicherheit des Vereinigten Königreichs», teilte Cameron nach der Abstimmung mit. Weiter sagte er, dass ein gezielter Angriff auf die IS-Hochburg Rakka und ihren Ölhandel geplant sei.

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Grossbritannien entscheidet über Syrien-Einsatz

0:44 min, aus Tagesschau vom 2.12.2015

Aussenminister Philip Hammond sagte der BBC, Militärschläge alleine könnten die Terroristen zwar nicht besiegen. Doch das Land sei durch den Entschluss sicherer geworden. Angriffe würden nun «so schnell wie möglich» geflogen.

Für seinen Angriff auf den IS erhält Grossbritannien Applaus aus Frankreich. Präsident François Hollande begrüsse die britischen Angriffe, teilte der Elyséepalast mit.