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International Grossdemonstration gegen Sparpolitik in Rom

Eine Jugendarbeitslosigkeit von 40 Prozent und trübe Zukunftsaussichten: In Rom haben zehntausende Menschen gegen die Sparpolitik der Regierung demonstriert. Dabei ist es auch zu Ausschreitungen gekommen.

«Wir haben Recht auf eine Zukunft», war auf den Transparenten einiger Studentengruppen zu lesen. Geschätzte 70'000 Menschen beteiligten sich an der Demonstration, die auf dem Platz vor der Lateranbasilika begonnen hatte.

Unter ihnen auch einige vermummte Anarchisten. Sie bewarfen den Sitz des Wirtschaftsministeriums im Zentrum der italienischen Hauptstadt mit Molotow-Cocktails und Eiern.

Auch gepanzerte Fahrzeuge der Polizei wurden zum Ziel, wie italienische Medien berichteten. Die Anarchisten bauten Barrikaden aus Müllcontainern auf, um unbehelligt flüchten zu können. Einige Vermummte wurden festgenommen.

Polizei beschlagnahmt Autos

Im Vorfeld der Demonstration wurden schärfste Sicherheitsvorkehrungen ergriffen. Am Samstag wurden in Rom neun Anarchisten, darunter einige Ausländer, festgenommen. Die Festnahmen erfolgten bei Kontrollen unweit des Wirtschaftsministeriums.

Bei Kontrollen vor der Demonstration wurden Autos beschlagnahmt, in denen Ketten und Knüppeln gefunden wurden. Schon am Freitag waren fünf französische Anarchisten festgenommen und in ihre Heimat zurückgeschickt worden.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Irgendwo hab ich es schon einmal beschrieben, Italien funktioniert wieder wie früher, alle demonstrieren und Jede|r möchte am liebsten einen sicheren Job in irgend einem Amt, mit Dienst- und Ausgeh-Uniform, einem Dienstfahrzeug und ab 40 in den Ruhestand mit voller Pension. So ging es Jahrzehnte lang, ununterbrochen, und es geht, auch ohne Silvio, der für Viele, auch hier, an Allem schuld war, genau gleich weiter.
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Ihr Kommentar ist ein Schlag ins Gesicht der hunderttausenden Italiener die in der Fremde ihr Auskommen suchen mussten.
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    2. Antwort von Ernst Jacob, Moeriken
      @Albert Planta: Im Gegenteil, es ist der Beweis dafür, dass ein Grossteil der ausgewanderten Italiener einfach die Schnauze voll hatte von dem ewiggleichen Theater und deshalb ihr Glück im Ausland versuchten. Und hunderttausenden ist es, zum Beispiel in der Schweiz, ja auch gelungen, sich eine Existenz ohne Risiko, jemandem für diese Sicherheit noch etwas dazu bezahlen zu müssen.
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    3. Antwort von Albert Planta, Chur
      Oben schrieben sie:"Italien funktioniert wieder wie früher" - eben darum wanderten viele Italiener früher aus und halfen unter Anderem tatkräftig mit, den Erfolgsstaat Schweiz aufzubauen. Wären dort die Verhältnisse so paradiesisch gewesen wie sie es uns weismachen wollen, wäre kein Italiener ausgewandert.
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