Grosse Anteilnahme für Walter Scott in den USA

Im Bundesstaat South Carolina haben hunderte Menschen an der Trauerfeier für den Afroamerikaner Walter Scott teilgenommen – eine Woche nach den tödlichen Polizeischüssen auf den 50-Jährigen.

Eine Gruppe Trauernder, die eine Hand in die Höhe halten, jemand mit einem offenen Regenschirm.

Bildlegende: Mehr Trauernde, als die Kirche aufnehmen konnte: Rund 200 mussten draussen bleiben. Reuters

Eine Woche nach den Polizeischüssen auf den Schwarzen Walter Scott in den USA haben hunderte Menschen bei einer Trauerfeier Abschied von dem Toten genommen. Der Andrang in der kleinen Kirche in Summerville in South Carolina war so gross, dass mindestens 200 Menschen abgewiesen werden mussten.

Eine Polizeieskorte hatte den Leichenwagen mit dem in Flaggen gehüllten Sarg zum Gotteshaus geleitet, wie die örtliche Zeitung «Post and Courier» berichtete. Die öffentliche Trauerfeier in Scotts Heimatkirche mit anschliessender Beisetzung dauerte etwa drei Stunden. Kameras waren dabei nicht zugelassen.

Video «Was sich vor den tödlichen Schüssen abspielte (unkommentiert)» abspielen

Was sich vor den tödlichen Schüssen abspielte (unkommentiert)

3:23 min, vom 10.4.2015

Ein weisser Polizist hatte den 50-jährigen Scott am Samstag vergangener Woche bei einer Verkehrskontrolle gestoppt. Der Afroamerikaner, der laut Medienberichten Tausende Dollar an Alimenten für seine Kinder schuldete, versuchte zu fliehen und wurde von dem Beamten durch mehrere Schüsse in den Rücken getötet.

Ein Passant hatte den Vorfall mit seinem Handy gefilmt. Der Polizist sitzt in Untersuchungshaft und soll sich wegen Mordes verantworten.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • US-Polizist erschiesst Schwarzen

    Aus 10vor10 vom 8.4.2015

    Im US-Bundesstaat South Carolina hat ein Polizist einen 50-Jährigen Schwarzen erschossen. Dies in Todesangst, wie der Polizist sagte. Nun aber zeigt ein Video eine Version des Tatgeschehens, welche der Aussage des Polizisten widerspricht.