Grosser Widerstand der Islamisten in Mali

Paris konstatiert: Kampfbereite Dschihadisten gehen zunehmend auf Konfrontationskurs mit französischen Soldaten in Mali. Frankreichs Verteidigungsminister Le Drian zeigt sich trotzdem optimistisch.

Rund um die befreiten Städte in Mali kommt es zu Kämpfen zwischen französischen Soldaten und Dschihadisten-Gruppen. Dies, weil in dieser Umgebung nun vermehrt Truppen patrouillierten. Dies sagte der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian in einem Interview mit dem Radiosender Europe 1.

Eingesammelte Waffen von Dschihadisten in Timbuktu.

Bildlegende: Schweres Geschützt: Eingesammelte Waffen von Dschihadisten in Timbuktu. Reuters

Nach Einschätzung von Le Drian haben die islamistischen Rebellen seit Beginn des französischen Militäreinsatzes jedoch schwere Verluste erlitten. Er sprach von Hunderten getöteten Kämpfern.

«Es ist ein richtiger Krieg»

Auf französischer Seite wurde ein Soldat getötet. «Wir befinden uns in einem richtigen Krieg», erklärte Le Drian und fügte an: «Es gab zudem einige Verletzte, allerdings mit leichten Verletzungen.» Er präzisierte nicht, um wie viele Soldaten es sich dabei handle, noch wann sie getroffen wurden.

Französische Einheiten kämpfen seit dem 11. Januar mit malischen Regierungstruppen gegen Dschihadisten im Norden des westafrikanischen Landes. Mittlerweile sind nach Angaben von Le Drian 4000 französischen Soldaten im Einsatz. «Wir sind heute beim Maximalformat», sagte der Minister. Er stellte in Aussicht, bereits in ein paar Wochen die Zahl seiner Soldaten reduzieren zu können.