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Sicherheit in der Sahel-Zone Grünes Licht für afrikanische Anti-Terror-Truppe

Legende: Audio Neue Sicherheitstruppe für Westafrika abspielen. Laufzeit 06:09 Minuten.
06:09 min, aus Echo der Zeit vom 02.07.2017.
  • Die sogenannte G5-Sahel-Gruppe hat offiziell grünes Licht für die Gründung einer neuen Anti-Terror-Einheit in der Sahelzone gegeben. Es soll eine 5000 Soldaten starke Truppe geben.
  • Die EU hat bereits 50 Millionen Euro Starthilfe für die bis zu 5000 Soldaten starke Eingreiftruppe zugesagt. Insgesamt soll das Budget rund 420 Millionen Euro betragen.
  • Die Truppe soll islamistische Extremisten und organisierte Kriminalität in der Region bekämpfen.

Die Sahelzone wird seit Jahren von islamistischen Rebellen destabilisiert, die zum Teil den Extremistengruppen Islamischer Staat und Al-Kaida die Treue geschworen haben. Nun soll eine regionale Einsatztruppe von fünf afrikanischen Ländern diese bekämpfen.

Frankreich werde die Truppe mit mehr als acht Millionen Euro unterstützen, kündigte Präsident Emmanuel Macron bei einem Gipfeltreffen der Sahelstaaten Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Tschad in der malischen Hauptstadt Bamako an.

«Terroristen, Verbrecher und Mörder»

«Unsere Feinde sind Feiglinge, aber sie haben ein Ziel. Sie wollen uns vernichten», sagte Macron. Frankreich müsse gemeinsam mit seinen afrikanischen Partnern «Terroristen, Verbrecher und Mörder» in der Sahelzone vernichten.

Frankreich werde bis Ende des Jahres rund 70 Fahrzeuge für die neue Truppe liefern. Ausserdem werde seine Regierung 200 Millionen Euro in die Entwicklungshilfe in der Region investieren. Paris unterstützt den Kampf gegen Extremisten in der Sahelzone bereits mit der bis zu 4000 Soldaten starken Truppe Barkhane.

Zusammenarbeit mit UNO-Mission

Die neue Anti-Terror-Einheit wurde bereits von den Vereinten Nationen anerkannt. Sie soll an der Seite von Barkhane und der UNO-Friedensmission Minusma arbeiten. Der Kampf gegen den Terrorismus wird sich überwiegend auf die Grenzgebiete zwischen Mali, Niger und Burkina Faso konzentrieren, in denen sich jüngst Anschläge auf Militärstützpunkte häuften.

Die G5 wurde 2014 ins Leben gerufen. Die Fläche der Staatengruppe umfasst über 5 Millionen Quadratkilometer. Ausser Mauretanien gehören einem UNO-Index zufolge alle Mitglieder zu den 15 ärmsten Ländern der Welt.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Europa versucht, wichtige Rohstoffquellen in Afrika zu sichern. Nachdem China in Afrika klotzt, kann Europa nicht weiterhin kleckern. So einfach ist das. Das Ganze verpackt man noch in einen scheinheiligen Anti-Terrorkampf, damit man es seinen Bürgern besser verkaufen kann. Es liegt jedoch an Afrika, was sie aus den diversen Geldern und Investitionen machen. Es sollten endlich nachhaltige Strategien entwickelt und durchgeführt werden. Und zwar von Afrikanern selber.
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    1. Antwort von Franz NANNI (Aetti)
      Und zwar von Afrikanern selber..... JA wenn DIE nur wollten und KOENNTEN.. aber das Hohlhandsymptom (Morbus Hohlhand) ist sehr ansteckend und in Afrika weitverbreitet, macht die Laender arm und oeffnet Terror (Religionen) und Kriminalitaet (Religionen as well) Tuer und Tor. Aber wie oft, Im Grunde liegen Sie richtig!
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  • Kommentar von I Buechler (Iwan Buechler)
    Bekämpfung von Terror und Wirtschafts-Aufbau an einer der Quellen von Europaflüchtlingen kann den Druck auf Europa vielleicht reduzieren.
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  • Kommentar von Ivo Muri (Ivo Muri)
    Das tönt nach viel Geld. Nur sollte der aufmerksame Journalist fragen, woher die EU dieses Geld nimmt. Monatlich werden Milliarden EURO gedruckt. Nun soll auch noch eine Europaarmee finanziert werden und Griechenland und seine Rentner lässt man im Stich. Jeder Laie erkennt: Hier stimmt was nicht.
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