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Gruppen entsandt Syrische Regierung verlangt sofortigen Rückzug türkischer Armee

Türkische Militärfahrzeuge.
Legende: Die Türkei hat Truppen in die grenznahe Provinz Idlib geschickt. Keystone
  • Die syrische Regierung hat die Türkei aufgefordert, «unverzüglich» ihre Truppen aus dem Nordwesten des Landes abzuziehen.
  • Damaskus sehe die Präsenz türkischer Truppen in der Region als «Aggression» an, sagte ein Vertreter des syrischen Aussenministeriums der amtlichen Nachrichtenagentur Sana.
  • Ankara hatte am Donnerstag Truppen in die zu grossen Teilen von Dschihadisten kontrollierte grenznahe Provinz Idlib entsandt.
  • Die Türkei will dort eine «Deeskalationszone» einrichten.

Damit soll eine Waffenruhe zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Gegnern von Staatschef Baschar al-Assad durchgesetzt werden. Die Einrichtung mehrerer solcher Zonen im Bürgerkriegsland Syrien geht auf eine Vereinbarung zurück, welche die Türkei, Russland und der Iran in der kasachischen Hauptstadt Astana getroffen haben.

«Die türkische Aggression hat absolut nichts mit den Vereinbarungen von Astana zu tun», zitierte Sana den syrischen Ministeriumsvertreter. «Sie bedeutet sogar eine Verletzung der Vereinbarungen.»

Türkei will Erstarken kurdischer Rebellen verhindern

Die betroffene «Deeskalationszone» erstreckt sich über Idlib sowie Teile der Nachbarprovinzen Hama, Aleppo und Lattakia. Am Samstag drang laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte ein weiterer türkischer Konvoi nach Idlib vor.

Im Gegensatz zum Iran und zu Russland, die Assad unterstützen, lehnt die Türkei den syrischen Machthaber ab, verfolgt aber nicht mehr seinen Sturz. Die türkische Regierung will hingegen das Erstarken kurdischer Rebellen im Norden Syriens verhindern.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Vielleicht kommen die nächsten Flüchtlinge wieder vermehrt aus dem Irak nach Europa. Zurzeit sieht es nämlich so aus, als wenn die Lage zwischen Bagdad und Erbil eskaliert.
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  • Kommentar von Beat. Mosimann (AG)
    Theoretisch gehört den Kurden schon lange ein eigenes Gebiet, dann wären die Russen US++ verbündeten überflüssig. Eine Ehrensache zwischen Kurden Türken und Assat Syrien, wie löst man dieses Problem Heute? Mit Waffen liefern, u. die wachsende Bevölkerung gegeneinander hetzt? Oder die UNO tut endlich ihre Pflicht nachhaltig.Geht es um Öl da muss verhandelt werden, Teilen zu gerechten Teilen u. keine Menschen aufeinander hetzen,"Fliegerli" hätten ihre Daseinsberechtigung,zum Schutz der Bevölkerung
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  • Kommentar von Osman Erdogan (Dividenrule)
    Alle Länder der Welt, die nach Öl und Einfluss gieren dürfen in Syrien und Irak ihre strategischen Ziele vorantreiben, aber die Türkei soll sich aus allem heraushalten? Die Türkei ist kein Gast in dieser Region!! Sie hat natürlich auch Ihre eigenen Interessen und kennt die Gebiete besser als als jedes Land, das dort militärisch aktiv ist. Nur die Länder der Region können die Konflikte dort langfristig lösen. die Gäste wollen nur teilen und herrschen, langfristig sind ihnen die Völker dort egal
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    1. Antwort von Klaus Waldeck (kdwbz)
      Sie können sich einmal die Frage stellen was die Türkei machen würde wenn Syrien in die Grenzregion der Türkei einmarschierte um dort eine "Pufferzone" einzurichten ...
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    2. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Aber die Türkei ist bei der westlichen Allianz, welche in Syrien Krieg führen mit dabei. Und viele Kurden haben diese Allianz im Kampf gegen den IS unterstützt. Sie haben sogar die meisten Erfolge zu verbuchen. Betreffend Türkei gilt eben schon:"Verbünde dich nie mit deinem Feind." Die westliche Allianz hat Erdogan zuviel Macht in die Hände gegeben. Das rächt sich jetzt.
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