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Gute Nachrichten für Bienen EU verbietet drei für Bienen schädliche Insektizide

  • Die EU-Staaten haben am Freitag einem Freilandverbot für einige bienenschädliche Insektengifte zugestimmt.
  • Eine qualifizierte Mehrheit im zuständigen EU-Ausschuss sprach sich für den Vorschlag der Kommission aus, den Einsatz von sogenannten Neonikotinoiden auf Äckern zu verbieten und auf Gewächshäuser zu beschränken.
  • «Die Gesundheit der Bienen bleibt für mich von grösster Bedeutung, weil sie Artenvielfalt, Lebensmittelproduktion und Umwelt betrifft», sagte EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis laut Mitteilung.
  • Die Schweiz schliesst sich dem Entscheid aus Brüssel an. Das heisst, ab 2019 dürfen auch die Schweizer Bauern die drei Neonicotinoide nicht mehr im Freien benutzen, wie das Bundesamt für Landwirtschaft auf Anfrage von Radio SRF bestätigt.
Legende: Video EU handelt wegen Bienensterben abspielen. Laufzeit 1:49 Minuten.
Aus Tagesschau vom 27.04.2018.

Die deutsche Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) freute sich über das Freilandverbot für die Stoffe Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid.

Julia Klöckner zu Insektiziden

Neonikotinoide sind für Insekten deutlich giftiger als für Säugetiere oder Vögel. Sie greifen das zentrale Nervensystem an, können lähmen oder zum Tode führen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) hatte die drei Neonikotinoide mehrfach in den Fokus genommen.

Anfang April bestätigte sie in einem neuen Bericht die Gefahren für Bienen und Hummeln: «Die Mehrzahl der Anwendungen von Neonikotinoid-haltigen Pestiziden stellt ein Risiko für Wild- und Honigbienen dar.»

Bienen

19 Kommentare

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  • Kommentar von Heidy Rüegg (heidy70)
    Wenn der Staat nur noch die BIO-Bauern subventioniert braucht es keine Gifte mehr. Wir haben einen grossen Gemüse- Beeren- und Obstgarten, alles 100% BIO. Die Aepfel und Zwetschgen sind nicht so gross wie im Laden, dafür haben sie mehr Geschmack. Dasselbe gilt für die Erdbeeren und Himbeeren, und wir essen nie Trauben, Tomaten usw. im Winter, und keine Erdbeeren aus Spanien.
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Was bei allen 'Aufrechnungen' grosszügig vergessen wird sind die Additionseffekte all dieser doch wohl am meisten und mit riesigen Propagandbudgets, auch Werbebudgets genannt, toxischer Substanzen...schon fast Nötigungscharakter, wer Saatgut A einsetzt zwingend Dünger und Pestizid aus gleicher Konzernküche A zu nutzen hat...dass solche Konzerne Geodaten und grosse Landwirtschaftsmaschinenfirmen aufkaufen...im Sinne der orwell'schen Überwachung...Das zeugt doch von einer Patholgie sondergleichen.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Das Insektensterben vollzieht sich unmerklich langsam. Einige Arten sind regional völlig verschwunden. Hauptursachen sind Monokulturen und Pestizide auf den Feldern. Die Folge ist eine dramatische Kettenreaktion: Auch die Vögel sind durch die fehlende Nahrung bedroht. Was die grossen Agrar-Chemie-Konzerne "Pflanzenschutz" nennen, vernichtet nicht nur "Unkräuter". Auch Tiere und Menschen geraten in Gefahr. Glyphosat zeigt, wie die möglichen Folgen heruntergespielt werden.
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Silent spring...ein Buch das Rachel Carson 1962 geschrieben hat...wir sind kaum weiter...
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