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International Hagel nennt Terrormiliz IS eine «extreme Bedrohung»

Die USA nehmen die Bedrohung durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak immer ernster. Wie weit das militärische Engagement gehen wird, lässt Washington allerdings offen.

Legende: Video US-Verteidigungsminister warnt vor IS abspielen. Laufzeit 1:02 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 22.08.2014.

US-Verteidigungsminister Chuck Hagel hat die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) als extreme Bedrohung für die Vereinigten Staaten bezeichnet. «Es ist weit mehr als eine Terrorgruppe», sagte Hagel im Pentagon vor den Toren Washingtons. Sie sei «so hoch entwickelt und gut finanziert wie keine andere».

Hagel kündigte eine Fortsetzung der Luftangriffe gegen IS-Stellungen im Irak an. «Wir verfolgen eine langfristige Strategie.» Er betonte aber, dass der US-Einsatz begrenzt sei. Um die Extremisten vollständig zu besiegen, müsse der Irak seine innenpolitischen Probleme in den Griff bekommen, mahnte Hagel.

Luftangriffe auch in Syrien möglich

Der Verteidigungsminister schloss nicht aus, auch Luftangriffe gegen IS-Stellungen in Syrien zu lancieren. «Wir denken über alle Optionen nach», sagte er auf konkrete Nachfrage eines Reporters.

Generalstabschef Martin Dempsey erklärte, die Organisation könne nicht besiegt werden, ohne ihren Arm in Syrien ins Kalkül zu ziehen. Der Kampf müsse auf beiden Seiten der «quasi nicht existierenden Grenze» zwischen dem Irak uns Syrien geführt werden. «Das wird passieren, wenn wir ein Bündnis in der Region haben, das die Aufgabe übernimmt, IS langfristig zu besiegen», sagte Dempsey mit Blick auf die internationale Gemeinschaft.

Luftangriffe seien nur ein kleiner Teil der dafür notwendigen Werkzeuge. Er wolle aber nicht ankündigen, dass die USA sie ausführen würden, betonte Dempsey.

18 Kommentare

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  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    Warum sich die Weltmacht (Papiertiger) USA bedroht fühlt, müsste uns US-Verteidigungsminister Hagel einmal erklären. Was die Amis können, ist: Kriege anzetteln, hunderttausende von unschuldigen Menschen töten oder verstümmeln, Länder überfallen und ausplündern. Aber Kriege gewinnen, das können sie nicht. Vielleicht sollten sie einmal die von ihnen beschützten Israelis anfragen, ob diese gewillt wären, ihre von den Amis jährlich mit Milliardenhilfe unterstützte Toparmee gegen die IS einzusetzen.
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  • Kommentar von Daniel Briner, Neerach
    Hagel nennt Terrormiliz IS eine «extreme Bedrohung»; find ich jetzt genauso, extrem untertrieben ... extrem bagatellisiert!
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Woher stammt wohl die Redensart: "den Teufel mit dem Beelzebub austreiben?" Aber kaum jemand nimmt die Weisheit ernst. Angefangen im privaten Umfeld bis zu geopolitischen/strategischen Dimensionen. Viele Prozesse sind nun mal nicht reversibel. Schuldzuweisungen helfen auch nicht weiter. Der Mist ist gebaut und jetzt wir müssen uns ernsthaft und schnell was einfallen lassen, wie wir die sich anbahnende Katastrophe abwenden können und die geöffnete Dose der Pandora (IS) wieder zukriegen.
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