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International Halle neben Sarkophag in Tschernobyl eingestürzt

In Tschernobyl ist wegen Schneelast eine Halle eingestürzt. Greenpeace fürchtet, dass auch der Sarkophag über dem 1986 explodierten Reaktor kollabieren könnte. Die neue Schutzhülle kommt erst 2015.

Sarkophag im Winter.
Legende: Der Sarkophag soll 2015 ersetzt werden. Keystone

Schneemassen haben an der Ruine des 1986 havarierten Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine das Dach einer Maschinenhalle teilweise zum Einsturz gebracht. Verletzt wurde niemand.

1,5 Mrd. Euro für neuen Mantel

Beim Unfall etwa 70 Meter entfernt vom Sarkophag, der Betonhülle, die den explodierten Reaktorblock provisorisch abdichtet, sei keine Radioaktivität ausgetreten. Das teilte das Zivilschutzministerium der früheren Sowjetrepublik mit.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sprach von einem beunruhigenden Signal. «Es gibt keine Garantie, dass in naher Zukunft nicht auch der Sarkophag einzustürzen beginnt», sagte ein Sprecher in der Hauptstadt Kiew.

Der Tschernobyl-Block vier war am 26. April 1986 explodiert. 2012 wurde mit dem Bau eines 1,54 Milliarden Euro teuren neuen Schutzmantels begonnen, der den rissigen alten Sarkophag ab 2015 ersetzen soll.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Dennis Camera, Marbach SG
    Macht euch keine Sorgen! Das ist alles weit weg von uns und in der Schweiz ist die Atomkraft sicher und sauber. Dass Mühleberg immer wieder wieder für ein paar Monate stillsteht, ist nur, weil alle schweizer Werke so sicher sind. Und weil wirs mit der Atomkraft ja so drauf haben, hats bei uns auch noch nie eine Kernschmelze gegeben.
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  • Kommentar von Pius, ch
    War da nich sonst noch was in der Art ? Ah ja, Wieso hört man eigentlich nichts mehr von Fukushima? Da sinkt ja schon seit längerem der ganze Reaktor ins Erdreich ab.... "Sollte dies alles in die Luft fliegen, würde dabei nach Schätzungen des US National Council on Radiation Protection (NCRP) an Cs-137 die 85fache Menge von Tschernobyl freigesetzt." Quelle: http://denkbonus.wordpress.com/2012/10/26/fukushima-die-nachste-katastrophe-naht/
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  • Kommentar von M Jaeger, Wildwil
    Was noch erwähnt werden muss ist dass 10'000 Leute jeden Tag in den Nachbarblöcken arbeiten können und dass dort längstens wieder Strom produziert wird. Die Strahlung hat sich also schon lange wieder normalisiert.
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    1. Antwort von Beatrice Kern, Wildwil
      Nur weil da Leute arbeiten, muss das noch lange nicht heissen, dass sich die Strahlung normalisiert hat. Leider.
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    2. Antwort von Hans Muster, Wildwil
      Also nach meinem Wissensstand sind die letzten beiden aktiven Reaktoren dieses AKW bereits in den letzten Jahren abgestellt worden. Daher, wer jetzt noch dort arbeitet, ist zum aufräumen oder für die nötige Wartung dort. Und in der Sperrzone darf man sich nur für eine gewisse Zeit aufhalten, um die tolerierbare Strahlendosis einhalten zu können. Bis sich die Strahlung dort normalisiert, dauert es wohl noch ein paar hundert bis tausend Jahre!
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    3. Antwort von David Rothen, Wildwil
      Sie denken, weil die Russen da Leute arbeiten lassen, muss bestimmt alles wieder in bester Ordnung sein? Bitte entschuldigen Sie, aber diese Ansicht finde ich reichlich naiv. Nein, bis sich die Strahlung da wieder normalisiert hat, wird es leider noch ein paar 10'000 Jahre dauern...
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    4. Antwort von Bogomir Krajnc, Wildwil
      So viel Naivität tut weh. Ich würde Ihnen empfehlen sich doch etwas besser zu informieren. Unmittelbar nach Fukushima gab es denkwürdige Sendungen auch über Tschernobyl. Die haben sie wohl verpasst, aber zum Glück sind sie gut über die Russische Beschäftigungspolitik rund um das Werk informiert.
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    5. Antwort von Jan Prochazka, Wildwil
      David Rothen, Bern: Was haben Sie denn mit Russen? Tschernobyl liegt in der Ukraine. Dem Land, welches von der EU dazu gezwungen wurde, auf Atomkraft zu verzichten. Da man aber Strom braucht, muss man Gas von Russland kaufen. Das hat die Ukraine weg von Demokratie, zurück in den Todesgriff der Russen gebracht. Was hat die Schweiz die ganze Zeit gemacht? Zugeschaut, mehr nichts, wie immer. Dass Sie nicht einmal wahrnehmen, die Ukraine ist eben KEIN Russland und will es nicht sein.
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