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Handelsstreit USA-China Washington und Peking auf Annäherungskurs

Fahnen von USA und China
Legende: USA und China sind sich offenbar einig, amerikanische Energie- und Agrarexporte nach China deutlich auszuweiten. Reuters
  • Die USA und China haben sich in ihrem Handelsstreit offenbar angenähert.
  • In einer gemeinsamen Erklärung beider Länder in Washington hiess es, man habe Massnahmen vereinbart, um das US-Handelsdefizit mit China zu verringern.
  • Dazu gehöre, dass China mehr US-Produkte kaufe und Dienstleistungen beziehe. «Das wird dabei helfen, das Wachstum und die Beschäftigung in den USA zu unterstützen», hiess es.
  • Das Papier nennt allerdings keine Zahlen, Zeiträume oder Einzelheiten.

Trump hatte das Thema Handelsdefizite bereits im Wahlkampf aufgebracht und China seither wiederholt beschuldigt. Der Schutz geistigen Eigentums, dessen Diebstahl China seitens der USA oft vorgeworfen wird, wird in der gemeinsamen Erklärung nicht detailliert erwähnt: Man sei sich seiner überragenden Bedeutung bewusst und wolle die Kooperation verstärken, hiess es. China wolle seine bestehenden Gesetze einschliesslich des Patentrechts ergänzen.

Streit hält Finanzmärkte in Atem

US-Präsident Donald Trump sieht sein Land benachteiligt, weil China viel mehr in die Vereinigten Staaten exportiert als dort einkauft. Das US-Handelsdefizit gegenüber China betrug im letzten Jahr fast 400 Milliarden Dollar. Die US-Regierung will den Betrag halbieren. Trump hat daher mit zusätzlichen Abgaben auf chinesische Produkte gedroht, die in den USA verkauft werden.

China hatte Gegenmassnahmen angekündigt. Der Streit hält die Finanzmärkte seit längerem in Atem, weil im Falle einer Nicht-Einigung ein Handelskrieg zwischen den beiden weltgrössten Volkswirtschaften nicht ausgeschlossen wird.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Die USA bieten sich wie Russland den Chinesen hier als Rohstofflieferant an, weil sie offensichtlich sonst nichts anzubieten haben. Wie die US-Produktivität erhöht werden soll, damit das 200 Milliarden Dollar ausmachen soll, darüber müsste man das Orakel von Delphi erst mal befragen, für Trump und die Chinesen bestimmt ein Rätsel.
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  • Kommentar von Bendicht Häberli (bendicht.haeberli)
    Einst war ich vorbehaltloser Anhänger der wirtschaftlichen Globalisierung. Heute bin ich Gegner: Millionen von Verlierern stehe einige Wenige gegenüber, die sich schamlos bereichern, vor allem auch die Chinesen. Darum: Alle Rechtsstaaten sollten nur noch untereinander handeln. Handel mit Diktaturen (Schurkenstaaten) wie China (Knüppelung Tibeter),Türkei,Nordkorea,Saudi-Arabien, Syrien, Iran, u.a.m.(Alle Knüppelung eigenes Volk) wie auch Russia (Knüppelung Opposition) ist zu verbieten. Punkt!
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  • Kommentar von Alex Volkart (Lex18)
    Der Einfluss der Chinesen ist schon recht gross. Wenn Herr Trump deswegen schon einen unüberlegten Handelskrieg ausgelöst hat, dann soll er auch bei seinem Entschluss bleiben. Dies zeigt das es durchaus angebracht ist an seinen Fähigkeiten zu zweifeln.
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