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Frankreich lehnt Gesuch ab Haradinaj wird nicht nach Serbien ausgeliefert

Ramush Haradinaj
Legende: Die serbischen Behörden werfen Haradinaj (Mitte) Kriegsverbrechen im Kosovo-Krieg vor. Keystone
  • Die französische Justiz hat eine Auslieferung des früheren kosovarischen Ministerpräsidenten Ramush Haradinaj nach Serbien abgelehnt.
  • Der 48-Jährige war im Januar aufgrund eines von Serbien ausgestellten internationalen Haftbefehls am Flughafen Basel-Mülhausen festgenommen worden.
  • Er wurde später gegen Auflagen freigelassen, durfte Frankreich aber nicht verlassen und musste seinen Reisepass abgeben.
  • Die serbischen Behörden werfen Haradinaj, einem ehemaligen Anführer der kosovo-albanischen Rebellenorganisation UCK, Verbrechen an der serbischen Zivilbevölkerung während des Kosovo-Krieges (1998-1999) vor.
  • Haradinaj bezeichnet die serbischen Vorwürfe als politisch motiviert. Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien hatte den Politiker 2008 und 2012 in zwei Prozessen freigesprochen.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Bashkim Bendrit (Bashkim.B)
    Wozu wollte Serbien, dass dieser unschuldige Mann festgenommen wird? Serbien wollte wieder nur provozieren. Serbien glaubt, nur weil sie im Osten ihres Landes einen klein Teil Albaner haben, über diese bestimmen zu können? Ich verstehe es nicht. Egal, Haradinaj erhielt die albanische (!= kosovarische) Staatsbürgerschaft vor wenigen Tagen. Jeder Kosovare holt sich nun seinen albanischen Pass: Wir wollen ein natürliches einheitliches Grossalbanien. Serbien steht jetzt noch im Weg...
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Serbien ist EU-Beitrittsakandiadat, und die Kapitel, die sich mit Rechtsstaatlichkeit befassen, sind bereits eröffnet. Die EU beobachtet die Entwicklung in Serbien ganz genau. Serbien hätte es sich bei einer allfälligen Auslieferung gerade bei einem solch heiklen Thema nicht nicht leisten können, keinen fairen Prozess zu führen.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Gut das er in Frankreich zurückgehalten worden ist und nicht in der Schweiz. Wir haben schon genug von diesen Spezialgästen wo immer Aufenthaltsausnahmen gemacht werden und werden zu einer Art Sammelbecken.
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