Frankreich lehnt Gesuch ab Haradinaj wird nicht nach Serbien ausgeliefert

Ramush Haradinaj

Bildlegende: Die serbischen Behörden werfen Haradinaj (Mitte) Kriegsverbrechen im Kosovo-Krieg vor. Keystone

  • Die französische Justiz hat eine Auslieferung des früheren kosovarischen Ministerpräsidenten Ramush Haradinaj nach Serbien abgelehnt.
  • Der 48-Jährige war im Januar aufgrund eines von Serbien ausgestellten internationalen Haftbefehls am Flughafen Basel-Mülhausen festgenommen worden.
  • Er wurde später gegen Auflagen freigelassen, durfte Frankreich aber nicht verlassen und musste seinen Reisepass abgeben.
  • Die serbischen Behörden werfen Haradinaj, einem ehemaligen Anführer der kosovo-albanischen Rebellenorganisation UCK, Verbrechen an der serbischen Zivilbevölkerung während des Kosovo-Krieges (1998-1999) vor.
  • Haradinaj bezeichnet die serbischen Vorwürfe als politisch motiviert. Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien hatte den Politiker 2008 und 2012 in zwei Prozessen freigesprochen.