Hashtag der Hoffnung

Während in Gaza und Israel die Zeichen weiter auf Krieg stehen, versucht eine US-amerikanische Journalistin ebenfalls ein Zeichen zu setzen – küssend. Die Reaktionen sind zu finden unter dem Hashtag der Hoffnung: #JewsAndArabsRefuseToBeEnemies.

Zunächst war da ein Tweet samt simplem Foto. Mann und Frau küssen sich. Nichts Besonderes, eigentlich. Wäre da nicht das Schild mit der Aufschrift: «JewsAndArabsRefuseToBeEnemies» («Juden und Araber weigern sich Feinde zu sein.»

Gemacht haben es die US-amerikanische Journalistin Sulome Anderson und ihr Freund – sie Muslima, er Jude. Gemeinsam wollten sie ein Zeichen gegen Krieg und Gewalt, für Versöhnung setzen. Knapp zehn Tage ist das nun her.

Seitdem hat Anderson in den Sozialen Netzwerken viel Anerkennung erfahren. Doch darun ging es ihr gar nicht. «Ich glaube wirklich an diese Botschaft», twitterte die Journalistin. Eigentlich sei es nicht ihre Art, sich so zu exponieren, aber wenn dadurch ihr Ansinnen in der Welt Gehör finde, sei das für sie in Ordnung.

Und die Welt hört sie tatsächlich. Zahleiche Fotos mit dem Hashtag #JewsAndArabsRefuseToBeEnemies wurden seitdem gepostet.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Gaza-Offensive löst internationale Kritik aus

    Aus Tagesschau vom 23.7.2014

    Aufgrund der israelischen Offensive im Gaza-Streifen hat sich der UNO-Menschenrechtsrat zu einer Dringlichkeitssitzung getroffen. Die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, spricht von möglichen Kriegsverbrechen. Derweil versuchen US-Aussenminister John Kerry und UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, zwischen den zerstrittenen Parteien zu vermitteln. Das Ziel ist eine Waffenruhe.