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International Hat er oder hat er nicht? Abermals Verwirrung um Edward Snowden

Edward Snowden hat einen Asylantrag in Venezuela gestellt. Das bestätigte Präsident Maduro. Und betonte, Snowden müsse jetzt «entscheiden, ob er herkommen will». Das hat Snowden offenbar noch nicht getan. Eine anders lautende Meldung auf Twitter wurde am Abend dementiert – ebenfalls auf Twitter.

Der Ex-US-Geheimdienstangestellte Edward Snowden hat in Venezuela offiziell einen Asylantrag gestellt. Das bestätigte der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro. Snowden müsse nun entscheiden, wann er nach Venezuela fliegen wolle.

«Humanitäres Gebiet Lateinamerika»

Legende: Video «Maduro lobt Lateinamerika (span.)» abspielen. Laufzeit 0:31 Minuten.
Vom 09.07.2013.

Maduro hatte in den vergangenen Tagen bereits mehrfach betont, dass Snowden aus humanitären Gründen mit einer positiven Entscheidung auf einen Asylantrag rechnen könne. Dennoch muss über den Antrag noch offiziell entschieden werden.

«Lateinamerika ist humanitäres Gebiet», so Maduro. «Wenn du von Imperialisten verfolgt wirst, komm zu uns.» Auf die Frage, ob er schon mit Snowden habe sprechen können, sagt Maduro: «Nein. Aber ich würde gerne.»

Am Montagabend herrschte Verwirrung um die Twitter-Nachricht eines russischen Anwalts. Dieser hatte vermeldet, Snowden habe das Asyl-Angebot angenommen. Kurz darauf wurde die Meldung aber von seinem Twitter-Account wieder gelöscht. Der Kreml war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Auch die venezuelanische Botschaft in Moskau äusserte sich nicht. Und später teilte die Enthüllungsplattform Wikileaks ebenfalls per Twitter mit, Snowden habe das Asyl-Angebot noch nicht formal angenommen.

USA warnt vor Aufnahme Snowdens

Washington hatte im Falle einer Einreise Snowdens gefordert, den 30-Jährigen an die USA auszuliefern. Im Falle einer Weigerung droht eine weitere Verschlechterung der ohnedies angespannten Beziehungen zwischen dem südamerikanischen Land und den USA.

Auch Nicaragua und Bolivien gelten als mögliche Zielländer für Snowden. Die sozialistischen Präsidenten dieser Staaten haben sich bereit erklärt, ihn aufzunehmen. Snowden hat in mehr als 20 Ländern um Asyl gebeten.

Bolivien fordert Auskunft über Flug

Bolivien verlangt von Frankreich, Spanien, Italien und Portugal Informationen darüber, warum sie Snowden an Bord der Maschine von Präsident Evo Morales vermutet hatten. Nach Angaben der Regierung in La Paz musste Morales letzten Mittwoch auf seinem Heimflug von Moskau in Wien zwischenlanden – die vier Länder hatten die Überfluggenehmigung verweigert.

Hintergrund soll ein Gerücht gewesen sein, wonach sich Snowden in der Maschine befand. «Wer hat diese Lüge verbreitet?», fragte die bolivianische Kommunikationsministerin Amanda Davila. Ihre Regierung sei davon überzeugt, dass die USA gewusst hätten, dass Snowden nicht an Bord von Morales' Flugzeug gewesen sei. Die USA hätten Morales nur einschüchtern wollen.

Snowden sitzt noch in Moskau fest

Snowden hält sich vermutlich noch im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo auf. Dort sitzt er seit seiner Flucht über Hongkong seit gut zwei Wochen fest. Es ist allerdings unklar, wie er ohne gültige Ausweispapiere von Russland aus weiterreisen kann.

Der IT-Spezialist wird von den USA per Haftbefehl gesucht, weil er Dokumente über geheime Überwachungsprogramme des US-Geheimdienstes NSA an die Medien weitergegeben hatte. Die USA werfen Snowden Landesverrat vor und fordern seine Auslieferung.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Schade, dass er nicht in der Schweiz um Asyl nachgefragt hat. - Das wäre ein Spassfaktor der besonderen Art und würde unsere Regierung mal so richtig herausfordern. Schade dass uns dieser mediale Genuss nun erspart bleibt. Aber interessant wäre es halt doch, zu sehen, wie sich die Schweiz mit so einer Herausforderung verhält. Es wäre für uns "sehr vielsagend" und auch demaskierend. (smile)
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    1. Antwort von Dimitri Wonnoque, Kölliken
      Wie es scheint, war Snowden bestrebt, nicht etwa den USA oder einem anderen Land Schaden zuzufügen, sondern den Überwachungsmissbrauch ans Tageslicht zu bringen. Dabei war er sich von Vornherein darüber m Klaren, welche Länder im absagen werden und dass sie andernfalls in Verwicklungen mit den USA geraten. Sie kennen ja selber die Leier: Russland oder Venezuela hatten eh nicht gerade gute Beziehungen mit den USA.
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    2. Antwort von Michel Koller, Kölliken
      Snowden hat bei seinen Massenanträgen auch ein Asylgesuch an die Schweiz gerichtet. Die Antwort war, wie auch von einigen anderen Ländern, dass so ein Gesuch in der Schweiz gestellt werden muss. Diese Praxis wurde ja dieses Jahr erst eingeführt. Von daher war es überhaupt kein Schauspiel. Der soll ruhig nach Venezuela. Mal schauen ob es ihm dann langfristig wirklich gefällt.
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    3. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Dimitri Wonnoque, Nischni Nowgorod, Russland : Die Schweiz, das war mal. Heute müssen wir sagen "la suisse n'existe plus", dies in Anlehnung an den seinerzeitigen Ausspurch "la suisse n'existe pas"! - Unser Land, bzw. unsere Führung hat viel verspielt und auf dem Altar der Mächtigen geopfert. Dabei sind sie sehr gezielt, zuweilen sogar arglistig gegenüber dem eigenen Volk gewesen. - Kein Zweifel, das wird sich künftig negativ auf unser Land (Leute) auswirken müssen.
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    4. Antwort von A.Käser, Kölliken
      @H.Haller/Wozu braucht es unser Land oder überhaupt noch Länder?Die globale Wirtschaft ist die für alles schauende und sich um alles bekümmernde Woll-Milch-Sau.Für den"durchschnittlichen"Bürger"reicht es,wenn er zu seinem Wohle verwaltet wird.Essen,Kleider und ein Dach über dem Kopf.Braucht es mehr?Damit dies funktioniert,haben wir"globale Alpha-Elite-Entscheidungsträger".Legt vertrauensvoll alles in ihre Hände und es wird gut!Notfalls schaut eine"höhere Instanz"zum Rechten.Nur daran glauben!
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