«Held von Paris» ab sofort ein Franzose

Das Leben ist nicht immer gerecht – doch in diesem Fall schon. Während einer Geiselnahme im Gefolge der «Charlie Hebdo»-Anschläge in Paris rettete ein Flüchtling aus Mali zahlreiche Menschenleben. Für seinen Mut erhielt er den französischen Pass.

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Lassana Bathily bekommt den französischen Pass (unkom.)

0:30 min, vom 21.1.2015

Der nach den Terrorattacken als «Held von Paris» gefeierte Lassana Bathily ist jetzt Franzose. Bathily hatte während der Geiselnahme am 9. Januar in einem koscheren Supermarkt im Pariser Osten mehrere Kunden vor dem Terroristen Amedy Coulibaly versteckt.

Nach den Anschlägen war in sozialen Netzen massenhaft die Forderung nach Einbürgerung Bathilys verbreitet geworden. Heute nun erhielt der 24 Jahre alte Flüchtling aus Mali von Ministerpräsident Manuel Valls seinen neuen Ausweis.

«Sehr stolz und sehr bewegt»

Innenminister Bernard Cazeneuve hatte die Staatsbürgerschaft in der vergangenen Woche angekündigt. Bathily lebt seit 2006 in Frankreich. Seit dem vergangenen Jahr wollte er über den entsprechenden Antrag Franzose werden.

Bathily sei ein Beispiel für einen erfolgreichen Weg in der Republik, sagte Cazeneuve. Zudem habe er unter dramatischen Umständen Courage bewiesen. Bathily stehe beispielhaft für die Werte des Landes.

Der 24-Jährige sagte, er sei «sehr stolz» auf den neuen Ausweis und gleichzeitig «sehr bewegt».

Tote in Mali

In einem militärischen Pick-up befinden sich UNO-Blauhelmsoldaten.

KEY

Bei einem Luftangriff der UNO-Blauhelmtruppe auf Rebellen sind mindestens sieben Rebellen getötet worden. Die Aufständischen kündigten als Reaktion jegliche Zusammenarbeit mit der UNO.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Attentat auf Satirezeitung in Paris

    Aus Tagesschau vom 7.1.2015

    In Paris ist auf die Satirezeitung «Charlie Hebdo» ein bewaffneter Anschlag verübt worden. Gemäss ersten Angaben der Polizei wurden 11 Personen getötet. Informationen von SRF-Korrespondent Charles Liebherr.