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Private Aktion Hepatitis-C-Tests für alle

Hepatitis C führte in den letzten Jahren in der Schweiz zu mehr Todesfällen als HIV. Viele sind mit dem Virus infiziert, ohne je davon etwas zu merken. Gratis Tests sollen Abhilfe schaffen, diese stossen aber auf Kritik.

Legende: Video Wie sinnvoll sind die Tests? abspielen. Laufzeit 04:07 Minuten.
Aus 10vor10 vom 25.07.2017.

Pro Jahr gibt es 1500 gemeldete Hepatitis C Fälle in der Schweiz. Wie viele es tatsächlich sind, kann nur geschätzt werden, da viele der Infizierten gar nicht wissen, dass sie den Virus auf sich tragen. Man geht aber von 40'000 Infizierten aus.

Am Welt-Hepatitis-Tag vom 28. Juli startet deshalb Philipp Bruggmann, Arzt und Präsident des privaten Netzwerks «Schweizer Hepatitis Strategie», eine Aktion mit Gratis-Bluttests für alle, denen der Risikocheck zum Test rät. Und zum Test soll, wer Drogen spritzte oder schnupfte, sich ein Tattoo oder Piercing unter mangelnder Hygiene stach, sich einer Operation und medizinischen Eingriffen in Ländern mit eingeschränkter Hygiene unterziehen lassen musste und wer vor 1992 Bluttransfusionen bekam. Und das alles auch ohne Beschwerden.

16 Teststellen

Wer im Risikocheck als Gefährdet gilt, also ein Risiko für eine Hepatitis-Infektion besteht, erhält einen Gutschein, mit dem bei 16 Teststellen kostenlos einen Hepatitis-Test gemacht werden kann. Für Philipp Bruggmann eine wichtige Aktion, wie er gegenüber «10vor10» betont: «In der Schweiz gibt es 40'000 Leute, die von Hepatitis C betroffen sind, wir schätzen, dass etwa ein Drittel nichts davon weiss. Hepatitis C kann gravierende Folgen haben, es kann sehr teuer sein und das wollen wir verhindern indem wir möglichst alle finden und die auch behandeln.»

Das sieht der oberste Fachmann Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit anders, er rät erst zum Test, wenn Beschwerden auftauchen: «Für viele Leute ist das nur eine Beunruhigung. Es geht nicht darum zu wissen, wo die Viren sind. Es geht darum die Kranken zu behandeln. Die Behandlung ist schliesslich nicht gratis und es sind keine Lutschtabletten, man muss starke Medikamente einnehmen.»

Blutproben.
Legende: Hepatitis C wird oft unterschätzt, da die Infektion in der Regel symptomlos verläuft. Keystone

Stille Epidemie

Wer im Risikocheck als Gefährdet gilt, also ein Risiko für eine Hepatitis-Infektion besteht, erhält einen Gutschein, mit dem bei 16 Teststellen kostenlos einen Hepatitis-Test gemacht werden kann. Für Philipp Bruggmann eine wichtige Aktion, wie er gegenüber «10vor10» betont: «In der Schweiz gibt es 40'000 Leute, die von Hepatitis C betroffen sind, wir schätzen, dass etwa ein Drittel nichts davon weiss. Hepatitis C kann gravierende Folgen haben, es kann sehr teuer sein und das wollen wir verhindern indem wir möglichst alle finden und die auch behandeln.»

Das sieht der oberste Fachmann Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit anders, er rät erst zum Test, wenn Beschwerden auftauchen: «Für viele Leute ist das nur eine Beunruhigung. Es geht nicht darum zu wissen, wo die Viren sind. Es geht darum die Kranken zu behandeln. Die Behandlung ist schliesslich nicht gratis und es sind keine Lutschtabletten, man muss starke Medikamente einnehmen.»

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
    Scheinbar sind niemandem die skandalösen Aussagen von Herr Koch aufgefallen: "die Behandlung ist schliesslich nicht gratis". Es geht ihm und seinem Arbeitgeber alleine um den finanziellen Aspekt und nicht um die Früherkennung und erfolgreiche Behandlung der Krankheit. Herr Koch ist bereits mehrfach mit seinem mangelnden Emphatievermögen gegenüber schwer kranken Menschen aufgefallen und auch federführend, dass die Finanzierung der Medikamente erst erfolgt wenn der Patient im Sterben liegt.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Wofür unterhalten die Schweizer Steuerzahlenden eigentlich, teure: Forschung/Wissenschaft, BAG, "Gesundheits-Direktoren".....? Mittlerweile, weiss doch auch die Bevölkerung, dass "Panikmacherei und Übelbekämpfung" kontraproduktiv ist, dafür lukrativ für Pharma-Lobby und Co!! Notwendig, ist die "Ursachen-Findung - und Behebung"!! Wann wird auch im "Gesundheits-Wesen" endlich adäquat und zum "Wohl" des Volkes gehandelt?? Was verursacht die Zunahme von "Hepatitis C??
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    1. Antwort von Franz NANNI (Aetti)
      Es kommt doch drauf an, die Infizierten zu finden und und zu behandeln, damit sich diese Krankheit nicht weiter verbreitet.. Je mehr Virustraeger je mehr Verteilung.. www.hepatitis-c.de/infektionswege.. und checken lassen sollen sich ja nur Risikopatienten... kommt letztendlich billiger.
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    2. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      Was die Zunahme von Hep. C verursacht? Sicher zwei Dinge: 1. die zunehmend fahrlässige Einstellung zu safe sex (eine Schlüsselrolle dabei: durch prophylaktische Behandlung gegen HIV alias "PREP" steigt der ungeschützte Verkehr, mit krassen Folgen auf andere Krankheiten wie eben Hep. C oder Syphilis. 2. Zur Erhöhung der absoluten Zahlen dürfte aber auch das Bevölkerungswachstum beitragen.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Weitere "Panikmache" bei den Menschen und grundlose, weitere Verteuerung des "Gesundheits-Un-Wesens" der Schweiz, mittels General-Tests!!! Was ist die "Ursache" der - angeblich - zunehmenden Hepatitis C in der Schweiz?? "Übelbekämpfung" einmal mehr von Seiten der "Forschung/Wissenschaft,Medizin" - "Verursachungs-Eruierung" ist angezeigt,um echte Prävention vornehmen zu können!! Die Allmacht der skrupellosen "Pharma-Lobby" und deren profitgierigen Mitläufer im "Gesundheits-Un-Wesen"...
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