Hilfe für «Sandy»-Opfer läuft schleppend

Mehr als zwei Monate sind nach dem Sturm «Sandy» vergangen. Die Opfer in den USA warten weiter auf den Grossteil der Bundeshilfen. Das von den Republikanern beherrschte Repräsentantenhaus gab nun 9,7 der knapp 60 Milliarden Dollar an Hilfsgeldern frei.

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USA: Politischer Streit um Hilfsgelder für «Sandy»-Opfer

Die Republikaner im Repräsentantenhaus geben erst 9,7 der 60 Milliarden Dollar an Hilfsgeldern frei.

Der Entscheidung des Repräsentantenhauses über die Auszahlung der 9,7 Milliarden Dollar muss nun der Senat zustimmen. Dies gilt als sicher. Weitere 51 Milliarden Dollar an Unterstützung stehen noch aus.

Die schleppende Freigabe der Hilfen stösst besonders bei Abgeordneten der betroffenen Bundesstaaten New York, New Jersey und Connecticut auf Unverständnis.

Beim Hurrikan «Katrina» habe der damalige Präsident George W. Bush 2005 nach zehn Tagen Hilfen von 60 Milliarden Dollar freigeben können, sagte der demokratische Parlamentarier Bill Pascrell aus New Jersey.

Die Demokraten werfen den Republikanern eine Blockadehaltung vor. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, John Boehner, hatte vor kurzem eine Abstimmung über das gesamte Hilfspaket abgesagt und wurde danach auch in den eigenen Reihen scharf kritisiert. Eine Abstimmung über weitere Unwetterhilfen ist für den 15. Januar geplant.