Hoeness: «Ich habe gezockt»

FC-Bayern-Präsident Uli Hoeness hat sich in einem Interview mit der deutschen Zeitung «Die Zeit» erstmals über seine Steueraffäre geäussert. Er spricht über Spekulationen an der Börse. Das Konto in der Schweiz sei «zum Zocken» eingerichtet worden.

Uli Hoeness

Bildlegende: Uli Hoeness gibt zu, mit viel Geld an der Börse spekuliert zu haben. Keystone

In seinem ersten Interview seit Bekanntwerden der Steueraffäre spricht FC-Bayern-Präsident Uli Hoeness über den Grund für die Existenz des Schweizer Kontos.

Diesbezüglich sagte er, dass der frühere Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus ihn mit Geld unterstützt habe. «So kamen die Millionen auf das Konto, es war immer klar, das war ein Konto zum Zocken, für nichts anderes», sagte Hoeness.

«Das war der Kick»

Erstmals gab er detaillierte Einblicke in seine Börsen-Spekulationen. «In den Jahren 2002 bis 2006 habe ich richtig gezockt, ich habe teilweise Tag und Nacht gehandelt, das waren Summen, die für mich heute auch schwer zu begreifen sind, diese Beträge waren schon teilweise extrem. Das war der Kick, das pure Adrenalin», erklärte Hoeness. Nach dem Platzen der Internetblase am Finanzmarkt habe er schwere Verluste eingefahren und sei «richtig klamm» gewesen.

Eine Anklage kalkuliert der 61jährige offenbar ein.  «Sollte ich vor Gericht müssen, erscheine ich dort nicht als kranker Mann», sagte Hoeness mit Bezug auf sein Millionenspiel an den Finanzmärkten.