Hollywood zeigt massiv mehr Waffengewalt

In den vergangenen 60 Jahren hat sich die Waffengewalt in Hollywood-Streifen mehr als verdoppelt. Zu diesem Schluss kommt eine US-amerikanische Studie. Dabei wird in Jugendfilmen mehr geschossen als in Filmen für Erwachsene.

Szene aus James Bond.

Bildlegende: Die Darstellung von Waffengewalt in Hollywood-Filmen hat massiv zugenommen. Szene aus «Skyfall». Keystone

Die Forscher an der Universität Ohio untersuchten insgesamt 945 erfolgreiche Filme. Dabei habe sich gezeigt, dass in Filmen, welche ab 13 Jahren freigegeben sind, mehr Waffengewalt gezeigt wird als in solchen ab 17 Jahren.

Die Studie kommt zum Schluss, dass sich die Darstellung von Waffengewalt in den Hollywood-Blockbustern seit 1950 mehr als verdoppelt hat.

Beunruhigende Entwicklung

Für Dan Romer, Co-Autor der Studie, ist dies eine beunruhigende Entwicklung. Die Darstellung von Gewalt lasse Waffen als etwas Attraktives und Aufregendes erscheinen. Laut den Autoren führten Gewaltdarstellungen in Filmen zu einem erhöhten Aggressionspotential bei jungen Menschen. Die Präsenz von Waffen in den Szenen würde diesen Effekt noch verstärken.

Die Studie berücksichtigte auch animierte Filme, achtete aber nicht darauf, ob eine positive oder negative Botschaft hinter der Waffengewalt verbirgt.