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International HSG-Mitarbeiter in der Ukraine erschossen

Unter den Todesopfern auf dem Maidan-Platz in Kiew ist auch ein freier Mitarbeiter der Hochschule St. Gallen. Er war in der Ukraine an einem Forschungsprojekt beteiligt, wie der zuständige Schweizer Universitätsprofessor der «Rundschau» bestätigt.

Legende: Video Theke: Ulrich Schmid abspielen. Laufzeit 5:40 Minuten.
Aus Rundschau vom 05.03.2014.

Der 28-jährige Ukrainer Bohdan Soltschanyk betreute für das HSG-Forschungsprojekt im Rahmen eines Werkauftrags eine dynamische Webseite. Dabei werden Daten zum Regionalismus in der Ukraine vor dem Hintergrund historischer Karten angezeigt.

«Er starb durch einen Kopfschuss auf dem Maidan», sagt Ulrich Schmid, Professor für Kultur und Gesellschaft Russlands in St. Gallen. Die Nachricht seines Todes sei schockierend gewesen: «Es ist eine Tragödie.»

Opfer beteiligte sich schon früh am Aufstand

Der Soziologe Soltschanyk war eines von 75 Opfern, die am vergangenen 20. Februar ihr Leben auf dem Kiewer Platz der Unabhängigkeit lassen mussten. Viele von ihnen wurden von Scharfschützen erschossen.

Die Beerdigung für den freien HSG-Mitarbeiter ist auf einem Youtube-Video festgehalten. Dabei ruft die Menge – wie schon auf dem Maidan: «Ruhm den Helden!» Laut Russland-Spezialist Schmid war der aus Lemberg stammende Soltschanyk einer der ersten, der die Studierenden in seinem Heimatort zur Teilnahme an den Kiewer Demonstrationen aufforderte.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Hans König, Häusernmoos
    Was hat diese Person dort zu suchen? Es wäre interessant zu wissen, warum und eventuell in welchem Auftrag er dort gewesen ist. Es scheint, dass seine Gegner genau gewusst haben, welche Personen aus dem Weg geräumt werden müssen. Unter den Demonstranten gibt es immer wieder Spitzel.
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  • Kommentar von Dimitri Wonnoque, Nischni Nowgorod, Russland
    Nun muss die Schweiz ihre Truppen in die Ukraine schicken, um ihre Bürger zu schützen.
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Warum dieser sog. Mitarbeiter da war ist die erste Frage. Warum er sich da offenbar auch exponierte ist die nächste Frage. Wer dieser Mann ist darf man sicher auch fragen. Jedenfalls als Schweizer hat man sich solcher Expositionen grundsätzlich zu enthalten und nötigenfalls zurückzuziehen, gefällt mir gar nicht diese Geschichte, Aufklärung tut not.
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  • Kommentar von M Jaeger, Wildwil
    Geschossen wurde auch auf die Polizisten. Mit der gleichen Munition und gleichem Kaliber. Es darf vermutet werden dass dahinter sogar die grösste westliche Militärmacht steckte. ... Nur meine bescheidene Meinung..
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Wer da in welchem Auftrag was gemacht hat ist tatsächlich eine berechtigte Frage. Da bleibt nur zu hoffen, dass der "Westen" (EU & USA) darin nicht verstrickt sind, sicher sein kann man sich aber nicht sein. Tatsache ist, da haben die 3 (USA, EU, Russland) jeweils als Partei mitgemischelt. Dh. heisst für mich, mit-gegangen = mit-gewirkt = mit-verantwortlich = mit-gefangen in der Verantwortlichkeit. (BASTA)
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    2. Antwort von Hans Klein, Bern
      Da die neue Regierung sich weigert, diese Schüsse untersuchen zu lassen, dürfen Sie raten, welche Seite wohl dahinter steckt – wer hatte ein Interesse an der Eskalation? + In Venezuela ist ein Papier auftgetaucht, in dem US-"Demokratie-Aufbauhelfer" und "Oppositionelle" genau so etwas planen: Proteste mit Toten auf beiden Seiten, um "die Sache" eskalieren zu lassen und so den Sturz der gewählten Regierung voran zu bringen. Militärputsch wie in Chile braucht man heute nicht mehr unbedingt.
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    3. Antwort von André Pi., ebikon
      "die grösste westliche Militärmacht"?? so ein Schwachsinn...die Amis haben doch rein gar nichts damit zu tun...die haben andere Probleme...vllt eher die Russen...
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