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International Hunderte fliehen nach neuen Kämpfen aus Aleppo

Zahlreiche Familien sind aus der umkämpften Stadt Aleppo im Nordwesten Syriens vor Gefechten geflohen. Im Viertel Scheich Makssud hat es eine Massenflucht gegeben, nachdem zahlreiche Granaten niedergegangen und mehrere Häuser zerstört worden sind.

Menschen vor zerstörten Gebäuden, sie sehen verzweifelt aus.
Legende: In der Stadt Aleppo ist es wieder zu Kämpfen mit zahlreichen Toten gekommen. Keystone

Syrische Familien haben mit ihren Autos das Viertel Scheich Makssud wegen der Kämpfe zwischen Rebellen und Kämpfern der Regierung von Präsident Baschar al-Assad verlassen. Dies sagte der Leiter der in London ansässigen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman.

Die Organisation bezieht ihre Informationen über ein breites Netzwerk von Kämpfern und Ärzten in Syrien; von unabhängiger Stelle könnten diese nicht überprüft werden.

140 Tote allein am Ostersonntag

Scheich Makssud ist ein Viertel mit überwiegend kurdischer Bevölkerung. Die Kämpfe, die dort seit Freitag wüten, konzentrieren sich aber auf den sunnitischen Teil des Viertels. Dieses Gebiet ist strategisch bedeutsam, weil es auf einem Hügel liegt, der Syriens zweitgrösste Stadt überragt. Von dort könne ganz Aleppo überblickt werden, sagte Rahman.

Laut der Beobachtungsstelle will die syrische Armee die Aufständischen daran hindern, den strategisch wichtigen Hügel einzunehmen, von dem aus sie Angriffe auf Viertel unter der Kontrolle der Armee verüben könnten.

Seit Freitag seien bei den Gefechten mehr als 40 Zivilisten, Rebellen und Soldaten getötet worden. Landesweit wurden demnach allein am Sonntag 140 Menschen getötet.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Es ist ein Krieg von vielen gegen viele. Hauptsächlich jedoch von der alewitischen Minderheit, welche die Regierung unter Assad stellt gegen die sunnitische Bevölkerungsmehrheit. Die Regierung wird folgerichtig von Iran, Irak (teilw.) u. den schit. Bevölkerung des Libanon gestützt. Die Sunniten von Saudi Arabien, Qatar (die selbst pikanterweise eine grossen Anteil an schit. Bewohnern hat) Dazu kommen noch die Kurden die eigene Interessen verfolgen, Christen, welche von allen verfolgt werden...
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  • Kommentar von Ines Portmann, Zürich
    Islam heisst bekanntlich Friede.
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    1. Antwort von David Rothen, Bern
      Das Sie hier einen Zusammenhang mit dem Islam sehen - obwohl es keinen gibt - ist in Mode. Islamophobie ist ein Instrument einer Machtelite Europas die weitaus gefährlicher ist, als es eine Religion sein kann. Vor der momentan stattfindenden Radikalisierung Europas graut mir.
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    2. Antwort von E.Bleuler, Basel
      @D.Rothen/Kann Ihnen voll beipflichten.Hatten wir nicht schon mal so ähnliche Konstellationen vor dem 2.Weltkrieg(lediglich andere Glaubensinhalte)Glauben die beteiligten"Fadenzieher"(am Islamhass) etwa,dass alle Mernschen an Gedächtnisschwund leiden, oder haben sie noch keine bessere Strategie gefunden um Kreti und Pleti für dumm zu verkaufen?Nach dem Motto,hat schon mal hingehaut,warum sollte es jetzt nicht auch gehen.Könnte sein,dass das "Zinsverbot" des Islams,einigen ungut ins Auge stic...
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    3. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @) David Rothen: Sie sollten sich umfassender informieren, einmal mehr schreiben Sie über Dinge u. ziehen daraus Schlüsse welche einer tieferen Ueberprüfung nicht standhalten. (Siehe meinen Beitrag weiter oben) Es ist mir schon mehrmals aufgefallen, dass viele Ihre Kommentare reine Behauptungen sind, aber lediglicher Grundlage emp.
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