Zum Inhalt springen

International Hunderte Flüchtlinge durchbrechen Polizei-Absperrungen

An der griechisch-mazedonischen Grenze haben hunderte Flüchtlinge die Absperrungen der Polizei durchbrochen. Sie hatten zuvor mehrere Tage im Niemandsland zwischen Griechenland und Mazedonien verbracht.

Legende: Video Flüchtlinge durchbrechen Polizisten-Kette abspielen. Laufzeit 1:50 Minuten.
Vom 22.08.2015.

Trotz der verschärften Sicherheitsvorkehrungen haben hunderte Flüchtlinge die Grenze zu Mazedonien überquert. Sie durchbrachen die Absperrungen, die mit Stacheldraht gesichert sind. Dies berichteten Reporter von AFP und Reuters. Die Migranten überwanden demnach Polizeiabsperrungen und rannten über Felder.

Karte
Legende: Die Balkan-Route: Syrien/Irak-Türkei-Griechenland-Mazedonien-Restliches Europa. SRF

Die Beamten zündeten zwei Blendgranaten und setzten Tränengas ein. Beim Versuch, die Grenze zu überqueren, wurden mehrere Flüchtlinge verletzt. Andere riefen: «Helft uns!» Das Chaos brach aus, nachdem die mazedonische Polizei einer Gruppe von Flüchtlingen mit kleinen Kindern erlaubte, die Grenze zu überqueren.

Die Flüchtlinge hatten mehrere Tage im Niemandsland zwischen Griechenland und Mazedonien verbracht. Der 49-jährige Arzt Samer Moin aus Syrien, der nach Norwegen will, berichtete, viele Flüchtlinge hätten sich in der Nacht nicht vor dem Regen schützen können.

So wie Samer Moin wollen die meisten Flüchtlinge nach Westeuropa gelangen. Dazu reisen viele von ihnen von Griechenland über Mazedonien nach Serbien. Wie viele Flüchtlinge genau an der Grenze zu Mazedonien warten, ist nicht klar. Verschiedenen Angaben zufolge sind es zwischen 2000 und 5000 Menschen.

Augenzeugen berichteten, fast stündlich kämen mit Bussen und Zügen weitere Flüchtlinge an. Medizinische Helfer erreichten inzwischen das provisorische Flüchtlingslager an der Grenze und versorgten Kinder und Kranke, wie es hiess.

Mazedonien hatte am Donnerstag den Notstand erklärt und den Übergang an einer Hauptroute blockiert. Inzwischen wurde eine zweite Stacheldraht-Begrenzung errichtet.

Schon davor hatte Ungarn mit dem Bau eines Grenzzauns aus Stacheldraht begonnen, um den Ansturm der Flüchtlinge aus Serbien zu unterbinden. Auch das östlich an Mazedonien grenzende Bulgarien verschärfte nun die Bewachung seiner Grenzen.

Flüchtlinge in Seenot

Im Mittelmeer gerieten mindestens 4000 Flüchtlinge in Seenot. Schiffe der Küstenwache, der Marine und der EU-Grenzschutzmission «Triton» beteiligten sich am Rettungseinsatz. Nur weil die See ruhig war, kam es nicht zur Katastrophe.

144 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von T. Eltschkner, Uster
    Wollen wir zulassen, dass linksradikale wie in D Asylkritiker angreifen? Wollen wir Schweizer auch zulassen, dass das Linke Wutbürgertum gg Andersdenkende zum Mob wird & das Leben nicht mehr achtet? Dank der hetze von SP und Grüne in diesem Land, die mit dem Feuer spielt & die niedrigen Instinkte des Schweizers gezielt bewirtschaftet! Sagen wir HALT und prangern solches Verhalten mutig an! und kämpfen für eine vernünfitge Asylpolitik und gegen Linke Hetzer gegen Andersdenkende
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von m.mitulla, wil
      Bald sind Wahlen in der Schweiz, T.Eltschkner. Die Parteien haben jetzt Gelegenheit sich in Stellung zu bringen und ihre Argumente und Rezepte, wie sie die Interessen der Schweiz und der Menschen vertreten wollen, einbringen können.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Nicolas Dudle, Küssnacht
      T.Eltschkner, merken Sie eigentlich, wie Sie hier selber mit Ihrem Marketing an die Grenzen stossen? Sie attackieren Simonetta in einem anderen Forum Sommarugas Asylpolitik, die Ihnen viel zu liberal ist und den (SVP-)Volkswillen nicht achtet - und dennoch finden hierzulande noch keine Angriffe auf Asylunterkünfte "dank einer starken Rechten in der Regierung" statt. Haben Sie sich schon treffender widersprochen?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Es gibt in Europa kein Konzept wie mit Flüchtlingen umzugehen ist. SP/Grüne würden am liebsten jeden aufnehmen, was sie als moralisch hochwertig erscheinen lässt aber an simpler Mathematik scheitert. Die FDP/CVP traut sich nicht, Regelungen auf den Tisch zu bringen, um nicht in die weitverbreitete PC-Falle zu tappen. Also überlässt man das Problem den Kantonen und Gemeinden und wenn diese unter der Last nicht mehr atmen können, entfährt hiesigen Politkern nur ein "so geht es aber gar nicht".
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Niklaus Bächler, Winterthur
    Wollen wir zulassen, dass rechtsradikale wie in D Asylunterkünfte angreifen? Wollen wir Schweizer auch zulassen, dass das Wutbürgertum zum Mob wird & das Leben nicht mehr achtet? Auch wenn es (noch) ruhig ist, es gibt eine Partei in diesem Land, die mit dem Feuer spielt & die niedrigen Instinkte des Schweizers gezielt bewirtschaftet! Sagen wir HALT und prangern solches Verhalten mutig an! Lasst uns keine Feiglinge sein! Wir sind ein humanitäres Volk, das sich nicht an Flüchtlingen vergreift!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von T. Eltschkner, Uster
      "dass rechtsradikale wie in D Asylunterkünfte angreifen" "Auch wenn es (noch) ruhig ist" Interessante Aussagen! Wir halten fest, in der Schweiz gibt es eine starke Rechte in der Regierung die SVP. In Deutschland gibt es diese nicht. Nur Linke, Mittelinke Parteien. Und dennoch sagt Nik Bächler völlig zu Recht, dies gäbe es bei uns nicht aber in D. Da sieht man doch wer solche Auswüchse Provoziert. Es sind Linke Verweigerer Probleme und die Sorgen der Bevölkerung ernst zu nehmen
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Nicolas Dudle, Küssnacht
      @T.Eltschkner: Merken Sie eigentlich, wie Sie hier selber mit Ihrem Marketing an die Grenzen stossen? Sie attackieren Simonetta Sommarugas Asylpolitik, die Ihnen viel zu liberal ist und den (SVP-)Volkswillen nicht achtet - und dennoch finden hierzulande noch keine Angriffe auf Asylunterkünfte "dank einer starken Rechten in der Regierung" statt. Haben Sie sich schon treffender widersprochen?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen