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International Hunderte protestieren gegen Flüchtlingslager von Calais

6900 Flüchtlinge sind in Calais gestrandet. Viele Einheimische, die im nordfranzösischen Calais leben oder arbeiten, finden die Zustände unhaltbar. Sie verlangen, dass das Lager rasch geschlossen wird.

Waren die Bewohner von Calais zu Beginn noch solidarisch mit den Flüchtlingen, so macht sich heute bei vielen Gleichgültigkeit, ja gar Ablehnung breit. Auch die Transportunternehmen kritisieren die Situation wegen des Lagers.

Legende: Video Die Einheimischen sind wütend abspielen. Laufzeit 1:08 Minuten.
Vom 05.09.2016.

Fernfahrer fuhren mit dutzenden Lastwagen extra langsam Richtung Calais und verursachten so lange Staus. Zeitgleich versammelten sich hunderte Menschen – vor allem Einzelhändler aus Calais und Hafenarbeiter – zu einer Menschenkette. Angeführt wurden sie von der konservativen Bürgermeisterin von Calais, Natacha Bouchard. Die Händler fürchten um ihr Geschäft.

Fast 7000 Flüchtlinge im Lager

Im auch als Dschungel bekannten Flüchtlingslager von Calais leben laut den Behörden 6900 Flüchtlinge und damit so viele wie nie zuvor seit seiner Entstehung im Frühjahr 2015. Hilfsorganisationen sprechen sogar von mehr als 9000 Bewohnern.

Die meisten der Flüchtlinge hoffen, über den Ärmelkanal nach Grossbritannien zu kommen. Immer wieder stoppen Flüchtlinge vor dem Eingang des Hafens Lastwagen, um an Bord der Fahrzeuge versteckt auf Fähren zu gelangen.

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve kündigte Ende vergangener Woche eine Schliessung des Lagers an, nannte aber keinen präzisen Zeitplan.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Vicentini (Feisiger)
    Leider gibt es nur ein Lösung. Die Afrikaner und Araber bereits in Italien und Griechenland in ein Schiff setzen und zurückführen nach Afrika und den nahen Osten. Alles andere funktioniert nicht, wie wir seit Jahren sehen. Europa kann nicht unbegrenzt Armutsmigranten aufnehmen!!! Viel besser wäre es mit Fair-Trade Projekten (von Europäern betreut!) die Länder vorort zu unterstützen. Es gibt genug Menschen in Europa die helfen wollen. Diese können nach Afrika helfen gehen.
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Sie können es ja gar nicht und sie wollen es ja auch gar nicht.
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  • Kommentar von Martin Meier (M.Meier)
    Migranten-Lager, nicht Flüchtlingslager! Bitte die Fakten nicht verdrehen! und den Diskurs neutral halten; denn SRF wird von allen Gebührenzahlern aufrecht erhalten, nicht nur von den linksliberalen!
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