Hunderte Tote bei Hitzewelle in Pakistan

Auf bis zu 45 Grad Celsius steigt die Quecksilbersäule dieser Tage im Süden Pakistans. Die Hitze trifft vor allem die vielen Armen im Land, die keinen Schutz in Häusern suchen können. Bislang starben mehr als 500 Menschen. Doch es besteht Aussicht auf Besserung.

Hitzewelle im Süden Pakistans

Der Süden Pakistans leidet unter unerträglicher Hitze. Nach Angaben der Behörden starben in den vergangenen Tagen über 500 Menschen an den Folgen der hohen Temperaturen. Mehr als 4000 Menschen werden in Spitälern behandelt. Besonders schwer betroffen ist die Hafenstadt Karachi, wo Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius gemessen wurden.

Nach Angaben von Ärzten in Karachi starben die meisten Menschen an Hitzeschlägen. Gefährdet seien vor allem die viele Armen in der Stadt mit rund 20 Millionen Einwohnern.

Hitze im Ramadan

Die Hitze trifft die Menschen ausgerechnet im Fastenmonat Ramadan, in der es gläubigen Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang verboten ist zu essen und zu trinken.

Inzwischen gibt es aber Aussicht auf Besserung: Die Meteorologen rechnen damit, dass sich das Wetter schon in der kommenden Nacht ändern könnte. «Wir gehen davon aus, dass Wind einsetzt», sagte ein Experte. «Sobald der Monsunregen die Küste erreicht, sollten die Temperaturen sinken.»

Im Nachbarland Indien hatte es im Mai eine Hitzewelle gegeben, in deren Verlauf rund 2000 Menschen starben.