Zum Inhalt springen
Inhalt

Hurrikan «Maria» Die Karibik kämpft mit den Folgen des Wirbelsturms

Der Hurrikan der Stufe 3 zieht nordwärts weiter, nachdem er mindestens 33 Tote und Zerstörung hinterlassen hat.

Legende: Video Hurrikan «Maria» hinterlässt eine Spur der Verwüstung abspielen. Laufzeit 01:02 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 22.09.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Wirbelsturm «Maria» hat bisher mindestens 33 Todesopfer in der Karibik gefordert.
  • Das US-Aussengebiet Puerto Rico ist besonders hart getroffen: Fast alle 3,4 Millionen Bewohner der Insel sind ohne Strom.
  • Nach Angaben der Behörden droht im Nordwesten der Karibikinsel zudem, ein Damm zu brechen. Ein Gebiet, in dem 70.000 Menschen leben, sollte evakuiert werden.
  • Das US-Festland bereitet sich auf mögliche Ausläufer des Sturms vor.

Der Tropensturm Wirbelsturm «Maria» wütet weiter in der Karibik: Nach Verwüstungen in Puerto Rico und der Dominikanischen Republik zieht er nun zu den britischen Turks- und Caicosinseln weiter. Die Winde erreichen immer noch Geschwindigkeiten von bis zu 205 Kilometern pro Stunde, wie das US-Hurrikanzentrum in Miami mitteilte. Damit gilt «Maria» weiterhin als Hurrikan der Kategorie 3.

Nach derzeitigen Berechnungen des US-Hurrikanzentrums schwächt sich «Maria» ab und zieht nun aufs offene Meer nordöstlich der Bahamas hinaus. Experten warnen aber davor, dass Ausläufer des Hurrikans im Verlaufe des Wochenendes auf die südöstliche Küste der Vereinigten Staaten treffen könnten. Demnach könnten die Wellen in den kommenden Tagen lebensgefährliche Strömungen an der Küste verursachen, auch wenn «Maria» selbst nicht aufs Festland treffe.

Tausende ohne Strom und Telefon

Puerto Rico wurde besonders hart getroffen: Rund ein Dutzend Menschen starben wegen «Maria». Die rund 3,4 Millionen Einwohner sind seit zwei Tagen ohne Strom. Der Gouverneur der Insel, Ricardo Rosselló, rechnet mit Wochen, wenn nicht Monaten, bis alles einigermassen wiederhergestellt ist. Er spricht von einer «Katastrophe».

Auch das Kommunikationsnetz brach vielerorts zusammen, weshalb die Informationslage schwierig ist. Viele Gegenden sind komplett abgeschnitten. US-Präsident Donald Trump rief den Notstand aus und erklärte, er wolle die Insel bald besuchen. Die Erklärung Puerto Ricos zum Notstandsgebiet macht den Weg frei für Bundeshilfe beim Wiederaufbau. Puerto Rico sei sozusagen ausradiert, sagte Trump.

Damm könnte brechen

Der Gujataca-Damm im Westen der Insel droht zu brechen. 70'000 Menschen sollten dort innert kürzester Zeit evakuiert werde, Gouverneur Ricardo Rossello am Freitag mit. Der nationale Wetterdienst warnte vor Springfluten.

Warnung des Wetterdienstes

Manche Puertoricaner überlegen nun, ob sie die Insel verlassen und auf dem US-Festland Schutz suchen sollen. Der Flughafen von San Juan ist allerdings noch geschlossen.

Todesbilanz steigt

Bisher starben durch den Hurrikan auf den Karibikinseln Dominica, Guadeloupe und Puerto Rico mindestens 33 Menschen, darunter allein 15 auf der Insel Dominica, wo der Hurrikan zuerst auf Land traf.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.