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«Irma» im US-Fernsehen Hurrikan-Reporter als Kriegshelden

Legende: Video Hurrikan-Reporter setzt sich in Szene abspielen. Laufzeit 0:39 Minuten.
Vom 10.09.2017.

Dramatische Musik, sich überschlagende Stimmen – die US-Fernsehstationen berichten im Kriegsberichterstattungs-Modus über den Wirbelsturm «Irma». Spektakel pur.

Wie Kriegshelden inszeniert

Der Sturm als Monster. Seit fast einer Woche ist «Irma» das mit Abstand dominierende Thema – inzwischen haben alle Newssender auf Dauerbetrieb geschaltet. Und die Meteorologen sind die Stars.

Aussenreporter werden wie Kriegshelden inszeniert. Vom Ocean Drive in Miami Beach berichtet einer mit Taucherbrille, phasenweise kaum verständlich, bevor er sich wieder zum Schutz hinter eine Mauer duckt

Ein Kollege steht auf einem Pier, mit einem Stahlseil angekettet, damit ihn die gewaltigen Windböen nicht wegreissen. Die Strassen sind längst leer, keine Autos, keine Menschen. Das zumindest ist der positive Nebeneffekt der phasenweise fast schon hysterischen Berichterstattung: Die Evakuierung von Millionen von Menschen hat geklappt.

Weil mit Riesenaufwand Vorkehren getroffen, viele Ratschläge befolgt und enorme Ressourcen mobilisiert wurden, hoffen die Behörden, «Irma» werde weniger Opfer fordern als zuvor auf den Karibikinseln.

12 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan von Känel (Trottel der feinen Gesellschaft)
    Ich habe mir zeitweise die Livestreams auf Fox und CNN angeschaut, weil ich mich für Meteorologie interessiere. Die direkten Berichte von Marco Island und Naples fand ich weder "inszeniert" noch verwerflich, sondern eindrücklich. Die Amerikaner pflegen halt eine andere Kommunikationskultur als die Europäer, logisch, dass solche Formate anders daher kommen als man es sich in der CH gewohnt ist. Alles ein wenig grösser und lauter. Wo ist das Problem? Es war keiner gezwungen, sich das anzuschauen.
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  • Kommentar von roger marti (chomolongma)
    Genau, Generalmobilmachung ;-) Dabei hätte man Liveübertragungen nach SaasGrund und nach Bondo machen können...
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  • Kommentar von Martha Bosshard (Rheintal)
    Ich finde jetzt diese CNN Berichterstattung nicht sensationslüstern, sondern eine Art Verarbeitung der verheerenden Umstände. Es hat ja in der Schweiz auch Leute, die durch solche Disaster durch mussten, nur haben sie nicht so lange angedauert. Sie verstehen wohl, was das bedeutet für einen. Drum sage ich: chin up and God bless America!
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