Zum Inhalt springen

«Ich hätte sterben können» Deutsch-türkischer Fussballprofi Naki auf Autobahn beschossen

Der Fussballer gilt als Kritiker der Regierung in Ankara – und vermutet einen politisch motivierten Angriff.

Der deutsch-türkische Fussballprofi Deniz Naki.
Legende: Die «Zeit» hatte Naki einst als «Deniz Yücel des Fussballs bezeichnet». Keystone

Der deutsch-türkische Fussballprofi Deniz Naki ist nachts auf der Autobahn in der Nähe der deutschen Stadt Düren in Nordrhein-Westfalen aus einem fahrenden Wagen heraus beschossen worden.

Die Aachener Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen versuchter Tötung gegen Unbekannt aufgenommen: «Wir ermitteln in alle Richtungen.» Eine politisch motivierte Tat sei nicht auszuschliessen.

«Ich bin eine laufende Zielscheibe»

Der frühere Spieler von St. Pauli und Paderborn vermutet hinter dem Angriff einen politischen Hintergrund. In der Online-Ausgabe der «Welt» sprach Naki von einem Mordanschlag. «Ich hätte sterben können. Und es hat ja nicht viel dazu gefehlt.»

Er habe Todesangst gehabt. Die Schüsse seien aus einem Kombi abgefeuert worden, zwei Kugeln hätten sein Auto «in der Mitte am Fenster» und «nahe den Reifen» getroffen. Dem «Spiegel»-Jugendmagazin «bento» sagte der Fussballer, in der Türkei sei er «eine laufende Zielscheibe, weil ich mich pro-kurdisch äussere».

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

12 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Osman Erdogan (Dividenrule)
    Anscheinend haben die Leser die Täter bereits identifiziert und die Türkei wird nun schuldig gesprochen. Hab ich hier was überlesen oder geht es bei dieser Nachricht nur um den „Kontext“?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Beat Reuteler (br)
    Ich empfehle ihm äusserst dringend nicht in die Türkei zu reisen, obwohl er traurigerweise auch hier nicht sicher ist.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Fabio Krauss (FabioK)
    Solange es Türken gibt, die nicht davor zurückschrecken, die Ansichten ihres rückständigen Regimes auch bei uns mit Gewalt und Aggression zu verbreiten, hat die Türkei in der EU nichts verloren. Gewalttätige Türken sollten eigentlich in ihre Heimat ausgeschafft werden. Wahrscheinlich ist dies gar nicht möglich, da die Täter im vorliegenden Fall schon lange "Deutsche" sind (zumindest auf dem Papier). Dass jemand um sein Leben fürchten muss, weil er offen seine Meinung vertritt, ist eine Schande!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen