IKRK-Mitarbeiter im Jemen entführt

Drei Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sind im Süden des Jemen entführt worden. Dies bestätigte das IKRK. Verhandlungen mit der bewaffneten Gruppe seien im Gang.

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Entführung von Rot-Kreuz-Mitarbeitern in Jemen

1:34 min, aus Tagesschau vom 13.5.2013

Hauptquartier

Bildlegende: Im Hauptquartier IKRK ist man über die Vorfälle im Jemen besorgt. Keystone

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Ansa überfielen Stammesangehörige das Fahrzeug, in dem die IKRK-Mitarbeiter unterwegs waren. Sie seien unter Waffengewalt an einen unbekannten Ort gebracht worden.

Unter den Entführten sei ein Schweizer Staatsangehöriger, meldet die Nachrichtenagentur AFP. Die Agentur beruft sich auf einen Anführer der regierungstreuen Volkswiderstands-Miliz.

Verhandlungen nicht gefährden

Demnach soll der Mann in der Stadt Dschaar von Angehörigen des Al-Marakischa-Stammes entführt worden sein. Seine beiden jemenitischen Begleiter seien geschlagen worden, als sie versucht hätten, die Entführung zu verhindern.

Um die Verhandlungen nicht zu gefährden, machte IKRK-Sprecherin Dibeh Fakhr keine näheren Angaben zur Nationalität der Entführten. Auch das eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA bestätigt die Entführung von IKRK-Mitarbeitern. Das EDA machte ebenfalls keine Angaben über die Nationalität der Entführten.

Fakhr hofft, dass der Vorfall rasch aufgeklärt werde. Bereits letzte Woche sei es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Dabei war dieselbe bewaffnete Gruppe involviert. Dank Verhandlungen konnte die Situation nach wenigen Stunden entschärft werden.