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International Im Gazastreifen soll es wieder Licht werden

Im abgeriegelten Palästinensergebiet ist der Treibstoff ausgegangen. Grund: Ägypten und Israel haben mögliche Transportwege blockiert. Nun hat Israel einen Übergang in den Gazastreifen für Gaslieferungen geöffnet.

Eine Frau arbeitet in einer Küche, die nur von verschiedenen Kerzen beleuchtet ist.
Legende: Eine palästinensische Frau beleuchtet die Küche mit Kerzen während eines Stromausfalls in Khan Younis, im Gazastreifens. Keystone

Wegen Raketenangriffen hat Israel Mitte Woche den einzigen Übergang für Güter in den Gazastreifen geschlossen – bis auf weiteres, wie es hiess.

Doch nun hat Israel überraschend den Übergang Kerem Schalom wieder frei gegeben. Dies teilte ein Mitarbeiter der Palästinensischen Autonomiebehörde in Gaza mit. Für Sonntag sei die Lieferung von 500'000 Litern Diesel und Benzin für den privaten Sektor, von 160'000 Tonnen Kochgas und 200'000 Litern Diesel für das Kraftwerk im Gazastreifen vereinbart worden. Diese Angaben machte Israels Verbindungsbüro, das dem Verteidigungsministerium untersteht.

8 Stunden Strom in 24 Stunden

Die Lieferungen sind unter anderem für das einzige Kraftwerk im Gazastreifen bestimmt. Die Energiekrise im Gazastreifen hatte sich am Samstag verschärft. Das Kraftwerk in der Enklave am Mittelmeer stellte die Stromerzeugung am Mittag ein. Es gebe keinen Treibstoff mehr, teilte der Betreiber mit. Damit verlängerten sich die täglichen Stromsperren für Haushalte und Betriebe von 12 auf 16 Stunden.

Seit Ägypten den Schmuggel von Treibstoff in den Gazastreifen unterbunden hat, ist das Gebiet ganz von Lieferungen aus Israel abhängig. Diese werden von der Palästinensischen Autonomiebehörde im Westjordanland finanziert.

Israel hatte wegen massiver Raketenangriffe aus dem Gazastreifen am Mittwoch aber den einzigen Übergang für Güter in die Enklave bis auf weiteres geschlossen.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Die uninformierten Kommentare in diesem Forum sind einfach nur haarsträubend! Ghetto. Leidgeprüfte Bevölkerung. Israel verstösst permanent gegen Menschenrechte. Bla bla bla. An den Zuständen in Gaza ist die dortige Hamas-Regierung schuld, deren Statuten die Vernichtung Israels propagieren. Wegen der Terroristen und Selbstmorder der Hamas musste Israel sich mit Mauer und Stacheldraht beschützen. Weil die Hamas mit Hilfsgeldern Waffen kauft, anstatt das Volk zu versorgen, geht dort nichts. HAL-LO?
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    1. Antwort von Otto Würz, Winterthur
      @Herr Christen, haben Sie sich schon mal gefragt, warum es überhaupt Hamas, PLO, Raketenangriffe und palästinensische Selbstmordattentäter gibt? Die Israelis sind in dieser Hinsicht ähnlich arrogant und blind wie die US-Amerikaner: statt permanent zum "Kampf gegen den Terrorismus" aufzurufen, würde es ihnen gut anstehen, das eigene Verhalten mal selbstkritisch zu hinterfragen. Dann würden sie vielleicht anfangen zu begreifen, warum sie soviel Wut, Ablehnung und Hass auf sich ziehen.
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  • Kommentar von B. Sauter, Schaffhausen
    Sagen Sie mal, haben Sie überhaupt eine Ahnung was für ein Land Sie verteidigen? Mit der Siedlungspolitik werden zahllose, dort beheimatete Menschen vertrieben. Israel reisst beinahe die gesamten (sehr knappen) Wasservorräte der Gegend an sich. Israel hat wer weiss wie viele Atombomben und den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet und erlaubt keine Kontrolleure! Dann sehen Sie sich mal die Liste der Kriege von Israel an, da waren sie nicht immer der "Verteidiger".Und es gäbe noch viel mehr.
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    1. Antwort von Björn Christen, Bern
      @Sauter - was reden Sie hier?! In Gaza wird niemand vertrieben. Aus Gaza nach Israel abzuhauen, ist verboten - selbst wer nur Fluchthilfe leistet, wandert in den Knast. Und dann erdreisten Sie sich auch noch, Israel die Kriege in Palästina in die Schuhe zu schieben, obwohl das Land '48, '67 und '73 von den Arabern angegriffen wurde. Und an den Intifadas sollen sie wohl auch Schuld sein. Und den Raketenregen aus Gaza auf die Menschen in Südisrael sollen sie wohl einfach gefallen lassen, was?
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    2. Antwort von Charles Halbeisen, Bronschhofen
      Sie haben teilweise recht, die jüdischen Siedler im Westjordanland sind ein Problem. Die greifen teilweise sogar die eigene israelische Armee an. Es gibt eben auf beiden Seiten Falken und Tauben.
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  • Kommentar von Charles Halbeisen, Bronschhofen
    Es fällt auf, dass die Palästinenser wieder Rakenen auf Israel abfeuern, seit sie von den Muslimbrüdern aus Ägypten keine Unterstützung mehr erhalten. Sie wollen ganz einfach das Interesse der Weltöffentlichkeit auf den Gaza-Streifen lenken, auf die "bösen" Israeli, die den "armen" Pälestinensern keinen Trreibstoff mehr liefen oder sogar palästinensische Raketenstellungen bombardieren.
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