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International Im Kampf gegen Drogenkartelle erlaubt Uruguay den Handel mit Hanf

Uruguay hat den begrenzten Handel mit Marihuana legalisiert. Das Parlament nahm ein Gesetz an, das den Verkauf in Apotheken erlaubt.

 Aktivisten feiern die Annahme des Gesetzes vor dem Kongressgebäude in Uruguay.
Legende: Grund zur Freude haben diese Aktivisten, die die Annahme des Gesetzes vor dem Kongressgebäude feiern. Keystone

Uruguay erlaubte als erstes Land weltweit den Anbau und Verkauf von Marihuana unter staatlicher Kontrolle. Der Senat stimmte mit einer knappen Mehrheit von 16 gegen 13 Stimmen für eine entsprechende Regierungsinitiative.

Staatschef José Mujica erhofft sich von der Massnahme, dass Drogenkartelle effizienter bekämpft werden können.

Hanf aus Apotheken

Der Kauf von monatlich bis zu 40 Gramm Marihuana soll nach dem neuen Gesetz in Apotheken freigegeben werden. Privatpersonen dürfen bis zu sechs Cannabis-Pflanzen züchten. Zudem werden Marihuana-Clubs mit 15 bis 45 Mitgliedern erlaubt. Diese dürfen bis zu 99 Pflanzen pflegen.

Bislang waren in Uruguay der Konsum und der Besitz von Cannabis zum persönlichen Bedarf erlaubt, aber der Handel und Anbau verboten.

Eine staatliche Kommission soll Anbau und Handel kontrollieren. Dadurch soll unter anderem ausgeschlossen werden, dass Marihuana aus illegalem Anbau in den Handel geschleust wird. Die Konsumenten müssen sich in einem Register eintragen.

Minderjährigen und Ausländern bleibt der Konsum verboten. Der Start des legalen Verkaufs wird erst für Mitte 2014 erwartet.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Das nun verabschiedete Gesetz ist wohl durchdacht und moderat. Die Bevölkerung steht mehrheitlich hinter der Legalisierung und wird auch von dem sehr populären Staatspräs. befürwortet. Es könnnte auch für andere Staaten als Beispiel dienen u. es lohnt sich diesen Versuch genau zu beobachten.
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Der mit fundamental-religiösem Eifer geführte Drogenkrieg, erinnert eher an den tragisch-komischen Kampf gegen Windmühlen eines Don Quijote. Und wir hier mitten drin im blutigen Geschehen. Ausgerechnet Ritter USA, kriegt seine Untertanen nicht unter Kontrolle. Gekifft wird heute (kaum weniger denn je) bis in die höchsten Chefetagen und Regierungskreise. Nix von reiner drogenfreier Gesellschaft. Rechtfertigt dieser Unfug die exorbitanten Kosten und Blutzoll? Andere Konzepte sind gefragt.
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