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International Immenser Flüchtlingsansturm in der Türkei

Eine neue Offensive der Terrormiliz IS im kurdischen Norden Syriens zwingt tausende Menschen in die Flucht. Innerhalb eines Tages haben 45'000 Flüchtlinge die Grenze zur benachbarten Türkei passiert.

Legende: Video «Tausende Kurden fliehen in die Türkei» abspielen. Laufzeit 1:21 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 19.09.2014.
Landkarte von Syrien und der Türkei
Legende: Die Terror-Miliz IS eroberte rund 60 Ortschaften in der Region um Ain al-Arab. SRF

Die Türkei sieht sich mit einem gewaltigen Ansturm von Kurden konfrontiert, die aus Syrien vor der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) fliehen. Der stellvertretende Ministerpräsident Numan Kurtulmus sagte gegenüber dem TV-Sender CNN Turk, seit der Öffnung eines Grenzabschnitts am Freitag seien etwa 45'000 syrische Kurden in die Türkei gekommen.

Die türkischen Behörden hatten sich zunächst geweigert, die syrischen Kurden ins Land zu lassen. Nach Protesten liess die türkische Regierung anfänglich rund 3000 Menschen passieren, die sich seit Donnerstag am mit Stacheldraht bewehrten Grenzzaun gesammelt hatten.

Kurdische Kämpfer sind der IS unterlegen

Hintergrund der Flüchtlingswelle ist eine IS-Offensive im Norden Syriens. Um die Stadt Ain al-Arab haben die Extremisten rund 60 Orte erobert. Dies sagte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman.

Die kurdischen Kämpfer seien den radikalsunnitischen Milizionären unterlegen und zögen sich zurück.

Die sunnitischen Islamisten haben in Teilen Syriens und Iraks ein Kalifat ausgerufen und gehen dort mit Brutalität gegen alle vor, die sie als Ungläubige ansehen. Dazu gehören schiitische Muslime ebenso wie Kurden und Christen.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Da koennte die CH wahre Groesse zeigen und den Tuerken helfen, direkt vor Ort, die Probleme zu bewaeltigen... mit Helfern und Material und Geld! Aber grosszuegig!
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    1. Antwort von M. Hediger, Aarau
      Franz NANNI: Ganz einfach, schnappen Sie sich einen Einzahlungsschein von der Glückskette mit dem Vermerk Türkei. So helfen Sie am Besten vor Ort
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    2. Antwort von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
      Genau Herr F. Nanni. Aber nicht nur die CH sondern auch die EU. Waffen liefern sie ja auch. Erstens kann vor Ort mit dem gleichen Geld viel mehr Hilfe geleistet werden als Zuhause. Dazu laufen Helfer in der Türkei im Gegensatz zu Irak und Syrien weniger Gefahr eine IS-Geissel zu werden, um später vor laufender Kamera wie ein Schaf oder Ziege geschächtet sein Horrorende zu erleiden. Perverse, traurige Realität.
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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Und wer garantiert dafür, dass sich darunter nicht auch Kämpfer der IS befinden? Solche, die wieder in ihr Land zurück kehren wollen?
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    1. Antwort von B. Lüscher, Buchs AG
      Wer garantiert Ihnen, dass in Ihrer Umgebung kein Mörder, Kinderschändert oder sonstiger Verbrecher wohnt? Wollen Sie die Flüchtlinge zurückschicken, weil unter ihnen ein IS Kämpfer ist? Das Leben gibt überhaupt nur die Garantie, sterben zu müssen.
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    2. Antwort von A.Käser, Zürich
      Genau Herr Lüscher.Deshalb ist es umso erstaunlicher wie"blöd"wir unser Leben verbringen.Wir tun nämlich alles,um den eigentlichen Sinn des Lebens"ad absurdum"zu führen.Nämlich diesen,in dem uns geschenkten physischen Zustand(Raum-Zeit-Dimension),Liebe zu erkennen,sich zu ihr zu bekennen und Liebe(Bewusstheit)zu werden.Was dazu verhilft,sich von Leiden zu verabschieden.Leiden erfolgt auf dem Gedanken des Getrennt-Seins.Des nicht Eins-Seins.Leiden erzeugt sich selbst.
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    3. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @B. Lüscher: Ein schlechter Vergleich im Wissen, wie unberechenbar & gefährlich die IS-Kämpfer sind & welche Gefahr sie für die ganze Welt bedeuten.
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