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In der Hauptstadt Ouagadougou Angriff auf französische Botschaft in Burkina Faso

  • In der Hauptstadt Burkina Fasos ist es im Regierungsviertel zu einem bewaffneten Angriff gekommen.
  • Offenbar war neben der französischen Botschaft auch das Armeehauptquartier Burkina Fasos das Ziel der Angreifer.
  • Unklarheit gibt es über die Zahl der Opfer.

Die Angriffe hätten «starken terroristischen Charakter» gehabt, sagte Informationsminister Rémis Fulgance Dandjinou dem Staatssender RTB. Mindestens sechs Angreifer seien «neutralisiert» worden.

Sicherheits- und Militärkreise in Burkina Faso gaben die Zahl der Opfer mit 15 an. Zudem seien 75 Personen verletzt worden, sagte der Chef der Gesundheitsdienste der burkinischen Armee, Amado Kafando. Er wies darauf hin, dass die Opferzahl noch ansteigen könne.

In Ouagadougou war automatisches Feuer zu hören, berichtete ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur. Rauch stieg auf. Die Polizei forderte die Bevölkerung auf, sich von dem Stadtviertel in der Nähe des Amtssitzes des Premierministers fernzuhalten. Spezialeinheiten des Militärs seien bereits im Einsatz gestanden. Der Bürgermeister der Stadt, Armand Béouindé, sagte der französischen Zeitung «Le Monde», es handle sich offenbar um einen Anschlag von Dschihadisten.

Französische Staatsbürger kamen nach Angaben des Aussenministeriums in Paris nicht ums Leben. Auch die französische Justiz geht von einem terroristischen Hintergrund aus, die Staatsanwaltschaft leitete entsprechende Ermittlungen ein.

Anschläge in Burkina Faso

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  • Zuletzt waren in Ouagadougou bei einem Anschlag auf ein Restaurant im August 2017 knapp 20 Menschen ums Leben gekommen.
  • Die frühere französische Kolonie Burkina Faso liegt in Westafrika und grenzt an die Sahelzone, die mit Al-Kaida verbundenen Terrorgruppen als Rückzugsgebiet dient.
  • Im Januar 2016 hatten islamistische Extremisten ebenfalls ein beliebtes Restaurant angegriffen, 29 Menschen wurden getötet, etwa 70 weitere teils schwer verletzt.
  • Die Streitkräfte Burkina Fasos wollen sich an einer bis zu 5000 Mann starken neuen Anti-Terror-Truppe zur Bekämpfung radikaler Islamisten in der Sahelzone beteiligen.

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