In Kolumbien wird über Frieden verhandelt – und weiter geschossen

Am grünen Tisch bemühen sich die kolumbianische Regierung und die linken FARC-Guerilla um versöhnliche Töne. Draussen im Dschungel sprechen dagegen weiterhin die Waffen.

Kolumbianische Regierungssoldaten stehen an einer Dschungelstrasse. Ein farbiger Reisebus passiert die Patrouille.

Bildlegende: Seit 50 Jahre bekriegen sich Rechts und Links in Kolumbien. Die jetzigen Friedensverhandlungen sind eine dünne Hoffnung. Reuters / archiv

Ungeachtet der Friedensverhandlungen zwischen der Regierung und der linken FARC-Guerilla kommt es in Kolumbien weiter zu Gefechten. In einem Dschungelgebiet im Süden des Landes starben bei einem Einsatz gegen die Rebellen sieben Soldaten.

Fortschritt bloss herbei geredet?

Fünf weitere seien verletzt worden, teilte das Militär mit. Auch aufseiten der Guerilla soll es beim Gefecht nahe der Ortschaft Milán Tote und Verletzte gegeben haben.

Die Regierung und die «Revolutionären Streitkräften Kolumbiens» (FARC) verhandeln seit November in Havanna über eine friedliche Lösung des seit fast 50 Jahre währenden Konflikts. Zuletzt hatten beide Seiten von Fortschritten gesprochen. 

Die Rebellen hatten zudem die baldige Freilassung von zwei Polizisten und eines Soldaten angekündigt, die sie im Januar in ihre Gewalt gebracht hatten.